Hohe Geldstrafe für „Hundehasser“

Wolfsburg  Er kann’s nicht lassen: Obwohl ihm vor Gericht schon einmal mit einer Freiheitsstrafe gedroht wurde, hat ein Detmeroder erneut zwei Frauen beleidigt.

Ein Hundespaziergang kann so friedlich sein. In Detmerode allerdings müssen sich Hundehalter warm anziehen.

Foto: Spata/dpa

Ein Hundespaziergang kann so friedlich sein. In Detmerode allerdings müssen sich Hundehalter warm anziehen. Foto: Spata/dpa

Das Amtsgericht verurteilte ihn für die Taten, die sich im Februar dieses Jahres ereigneten, zu einer Geldstrafe von 7000 Euro.

Der Mann, der die Anklagevorwürfe bestritt, ist in Detmerode schon lange berüchtigt. Seit Jahren belästigt er vor allem Hundebesitzer, die mit ihren Vierbeinern im Wald oder auf den Straßen unterwegs sind. Der Mann filmt sie im Vorbeigehen oder im Vorbeifahren, ruft ihnen böse Worte hinterher und soll dabei gelegentlich auch handgreiflich geworden sein.

Bereits mehrfach brachte ihn dieses Verhalten mit dem Gesetz in Konflikt – im August 2011 etwa verurteilte ihn das Amtsgericht Wolfsburg wegen Beleidigung. Damals hatte er zwei Detmeroder angerempelt und beschimpft, als sie gerade mit ihrem Hund eine Straße überquerten. Stolze 4800 Euro musste er zur Strafe zahlen, und es war nicht seine erste Geldstrafe.

In der damaligen Verhandlung wurde auch deutlich, dass sich der Mann selbst als Opfer fühlt. „Man will mich als störenden Faktor weggesperrt haben“, klagte er damals – und das nicht ganz zu Unrecht. Im Frühjahr 2011 waren in Detmerode Flugblätter im Umlauf. Die anonymen Verfasser des vorgeblich an das Gesundheitsamt gerichteten Schreibens forderten, den namentlich und mit voller Adresse genannten Mann in der Psychiatrie unterzubringen. „Zum Schutz für sich und die Allgemeinheit.“

In der Zeit, die seitdem vergangen ist, scheint sich der Mann in seinem Stadtteil nicht gerade beliebter gemacht zu haben. Mehrere Detmeroder verfolgten Ende Oktober die jüngste Verhandlung. Einer von ihnen verlieh anschließend unmissverständlich seinem Bedauern darüber Ausdruck, dass die Strafrichterin es erneut mit einer Geldstrafe bewenden ließ.

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