LSW verteidigt ihre Strompreis-Erhöhung

Wolfsburg  Unternehmenssprecherin antwortet auf Kritik: „Wir wollen alle Kunden sicher und zu wettbewerbsfähigen Preisen versorgen“

Ein Mitarbeiter der LSW zeigt, wie Strom abgeschaltet wird.

Foto: regios24/Lars Landmann

Ein Mitarbeiter der LSW zeigt, wie Strom abgeschaltet wird. Foto: regios24/Lars Landmann

Viele Kunden sind ganz und gar nicht erfreut über die Preiserhöhung (plus 2,93 Cent pro Kilowattstunde für beide Tarife) der LSW. Sie kritisieren, das Unternehmen würde im Vergleich zu anderen Anbietern viel zu hohe Preise verlangen.

Auf Nachfrage unserer Zeitung weist LSW-Sprecherin Birgit Wiechert in einer schriftlichen Antwort darauf hin, dass ein treibender Faktor für die gesamte Energiebranche die Öko-Umklage sei: „Um die Energiewende und den damit verbundenen Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben, hat der Gesetzgeber zahlreiche Umlagen und Steuern festgelegt. Diese müssen umgesetzt werden. Sie wirken bundesweit auf alle Stromkunden.“

Und: „Die daraus resultierenden Erhöhungen wurden von der LSW nicht im vollen Umfang weitergegeben.“ Sie geht davon aus, dass die Mehrzahl der Energieanbieter ihre Strompreisveränderungen in den kommenden Wochen bekanntgeben werden – die LSW sei aus Vertragsgründen nur eben frühzeitiger dran.

Und die Kosten – tut die LSW genug, um zu sparen? Wiechert schlüsselt auf: Die Kostenbestandteile bei der LSW im Tarif „Aktiv-E-Direkt“ mit einem Verbrauch von 4000 Kilowatt pro Stunde setze sich ab 2013 wie folgt zusammen: 50 Prozent staatliche Kosten, 23 Prozent Netzkosten sowie 27Prozent Energiekosten. „Die LSW hat Einfluss auf die Energiekosten, die Beschaffung erfolgt zu marktgerechten Preisen am Energiemarkt. Ziel der LSW ist es, alle Kunden sicher und zu wettbewerbsfähigen Preisen zu versorgen“, schreibt Wiechert.

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