Junge Sträucher bei Fallersleben mangels Pflege verkümmert

Wolfsburg  Dutzende Gehölze im neuen Grüngürtel sind eingegangen. Die Stadt kündigt an, dass der verantwortliche Gartenbaubetrieb im Herbst nachpflanzen wird.

Bernd Hartmann hält den übrig gebliebenen Trieb eines verkümmerten Strauchs.

Foto: regios24/Anja Weber

Bernd Hartmann hält den übrig gebliebenen Trieb eines verkümmerten Strauchs. Foto: regios24/Anja Weber

Eine Reihe von Anfragen zu Grün-Problemen gab es in der jüngsten Ortsratssitzung. CDU-Fraktionssprecher Bernd Hartmann hatte angesprochen, dass im Grüngürtel zwischen Fallersleben und Sülfeld südlich der Gifhorner Straße etliche junge Bäume eingegangen seien. Am Dienstag zeigte er den WN die eingegangenen Neuanpflanzungen.

Zwischen dem Kleekamp und dem Aueteich befindet sich eine dreieckige Wiese, auf der allein etwa 50 Gehölze angepflanzt worden sind, in der näheren Umgebung befinden sich Dutzende weitere junge Sträucher. Der überwiegende Teil sieht nicht gut aus.

„Die Anpflanzungen sind vermutlich nicht genügend gewässert worden, der Sommer war ja insgesamt ziemlich trocken“, sagt Hartmann, während er vor einem offensichtlich vertrockneten Strauch steht, von dem nur noch ein verkümmerter Trieb übrig ist. „So viele Ausfälle sind doch nicht normal.“

Der Fallersleber berichtet, dass er von Anwohnern aus der Weststadt auf die jämmerlichen Anpflanzungen angesprochen worden sei und sich dann selbst ein Bild gemacht habe. „Grundsätzlich sind die Pflanzungen für den Grüngürtel eine schöne Sache – aber die Stadt muss auch sicherstellen, dass alles ordentlich angeht.“ Hartmann hatte schon im Ortsrat nachgefragt, ob denn keine Firma mit der Pflege beauftragt worden war – oder ob diese den Pflichten nicht ausreichend nachgekommen ist.

„Teile der Pflanzungen sind tatsächlich eingegangen“, bestätigt Stadt-Sprecher Ralf Schmidt auf WN-Nachfrage. „Der beauftragte Landschaftsgartenbaubetrieb ist in der Gewährleistungspflicht und wird die entsprechenden Nachpflanzungen im Herbst des Jahres vornehmen.“ Die Schlussabnahme sei für Mitte 2013 vorgesehen.

Schmidt stellt allerdings klar, dass lediglich fünf junge Bäume, Eschen, gesetzt worden seien. Bei den übrigen Pflanzungen handele es sich um etwa 100 heimische Gehölze und Sträucher. Sie seien als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme für den Grüngürtel Fallersleben im Zuge eines neu angelegten Schotterwegs gepflanzt worden.

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