"Ein Hauptgewinn für Wolfsburg"

Richtfest für das neue DOW mit 400 Gästen: Bauherr Dopke kündigt den zweiten Bauabschnitt an

Polier Christoph Bauer (38) spricht im neuen Wams der Zimmerleute mit fester Stimme den Richtspruch. Der Wind bläht die knallroten Schirme der 400 Gäste auf der Baustelle des neuen Designer Outlet Wolfsburg (DOW), dem Fabriverkaufszentrum mit 50 Geschäften, die Edelmode verkaufen sollen, das 50 Millionen Euro kostet und 350 Jobs und 1,3 Millionen Kunden im Jahr in die Stadt bringt.

Der Himmel weint Freudentränen und Hans Dopke, Bauherr und Chef der britischen Gesellschaft Outlet Centers International (OCI), gratuliert allen, die bis heute mitgeholfen haben, Wolfsburg in eine deutschlandweit einmalige Einkaufsstadt zu verwandeln. Nirgendwo im Lande gibt es ein Fabrikverkaufszentrum in der Innenstadt. Wer andernorts Markenmode zu Schleuderpreisen will, muss auf die grüne Wiese. Die heißt in Wolfsburg Nordkopf und ist nur einen Steinwurf von der Innenstadt und der Porschestraße entfernt.

So sieht Dopke auch den Brückenschlag zum innerstädtischen Handel gelungen: "Wir werden uns gegenseitig beleben", ist der Selfmade-Millionär mit deutscher Herkunft sicher. Sein Outlet-Imperium steuert der zurückhaltende Mann mit dem Riecher fürs gute Geschäft von der sturmerprobten britischen Insel aus. Ganz international, denn das Geld für das Unternehmen Fabrikverkauf in Wolfsburg kommt von der US-Investmentbank Lehman Brothers Inc. mit Sitz in New York City. "Das ist ein Hauptgewinn für Wolfsburg", ist OB Schnellecke glücklich. Weitere 35 Millionen kommen hinzu, denn es wird weiter gebaut, wie Dopke gestern zur Freude aller gesagt hat.

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