"Nazis kein Denkmal setzen"

Vorbereitungen zur Demonstration am Samstag gegen Rechtsextremismus

Im Garten von Mechthild und Alfred Hartung stapeln sich Plakate und Banner. "Dem Hass keine Chance – kein KdF-Museum in Wolfsburg", steht auf einem. Das Ehepaar, seit Jahrzehnten aktive Antifaschisten, hat die Demonstration gegen die Neonazi-Veranstaltung – Samstag, 10 bis 13 Uhr, Heinrich-Nordhoff-Straße – angemeldet.

Sie loben den Rat, eine Resolution gegen Rechts zu verabschieden (siehe Dokumentation). Beide glauben, dass viele Bürger zur Demo kommen: "Vom Totschweigen allein werden die Neonazis nicht verschwinden." Superintendent Hans-Joachim Lenke ruft ebenfalls zum Widerstand gegen Rechts auf: "Mit der Würde der Menschen unserer Stadt ist es nicht vereinbar, wenn Rechtsextreme hier Fuß fassen wollen, um der menschenverachtenden Ideologie der Nazis ein Denkmal zu setzen."

Lothar Ewald, 2. Bevollmächtigter der IG Metall, erklärt, man habe die Mitglieder über die Vertrauensleute zum Thema informiert. Er hofft auf rege Teilnahme bei der Demo: "Wir selbst haben dazu nicht noch einmal aufgerufen, denn wir sind Teil des Wolfsburger Bündnis gegen Rechts und wollen gemeinsam handeln." NPD-Vizechef Jürgen Rieger kündigt an, das Treffen finde statt und knapp 200 Rechte aus Norddeutschland kämen (WN berichteten exklusiv).

Der Unterbezirksvorstand des NPD-Kreisverbands Gifhorn-Wolfsburg schreibt unterdessen in einer Pressemitteilung, zwei VW-Käfer-Vereine hätten angeblich ihr Interesse bekundet, beim KdF-Museum mitzuwirken.

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