Samtgemeinde beklagt mutwillige Zerstörungen

Schöppenstedt  Unbekannte zerstörten Weihnachtsschmuck, Grillplatz und Buswartehäuschen in Schöppenstedt. Die Samtgemeinde überlegt, auf Baumschmuck zu verzichten.

Ruth Naumann und Siegfried March zeigen Zerstörungen an der Lichterkette des Weihnachtsbaums vor dem Rathaus.

Foto: Kai-Uwe Ruf

Ruth Naumann und Siegfried March zeigen Zerstörungen an der Lichterkette des Weihnachtsbaums vor dem Rathaus. Foto: Kai-Uwe Ruf

Samtgemeindebürgermeisterin Ruth Naumann zeigt die Zerstörungen an der Lichterkette. Viele Birnchen, die den Baum erleuchten sollen, sind herausgebrochen. „60 Lampen wurden herausgerissen und kaputtgemacht“, sagt Bauamtsleiter Siegfried March.

Dreimal hätten Unbekannte ihren Zerstörungstrieb bereits an dem Weihnachtsbaum ausgelassen. Das erste Mal sei die Kette schon kaputt gewesen, noch bevor die Lichter überhaupt geleuchtet hätten.

„Wir überlegen, wie wir überhaupt weitermachen“, sagt March und macht aus seinem Ärger über die Zerstörungen keinen Hehl. Entweder werde die Samtgemeinde den Weihnachtsbaum künftig gar nicht mehr mit Lichtern schmücken oder sie werde nur noch den oberen Teil des Baumes weihnachtlich dekorieren. „So haben wir das früher schon einmal gemacht. Aber es sieht wirklich nicht gut aus“, sagt Naumann. Die Leidtragenden der Zerstörungswut seien die Bürger, die sich an dem schönen Weihnachtsschmuck freuen wollten. Die Samtgemeindebürgermeisterin bittet die Anwohner des Marktes, ein wachsames Auge auf den Baum zu haben und gegebenenfalls die Polizei zu verständigen.

Unbekannte toben sich laut Naumann und March aber nicht nur am Weihnachtsbaum vor dem Rathaus aus. Im November sei in Eitzum ein Schachtdeckel aus der Straße gewuchtet worden. Das ungesicherte Loch, das in der Straße geklafft habe, sei eine große Gefahr gewesen.

Ärger bereitet auch der Grillplatz zwischen Eitzum und Schöppenstedt. Bislang nicht ermittelte Täter hätten dort Holzplanken aus der Schutzhütte gerissen und verheizt.

Zerstörungen gibt es auch an den Bushaltestellen am Elm-Asse-Platz. Dort seien acht Glasscheiben eingeschlagen worden. „Wir haben sie noch nicht ersetzt. Wenn wir das machen, kostet es etwa 2500 Euro. Aber wir haben niemanden, der es bezahlt“, sagte March.

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