Ausstellung im Schloss zeigt die Geschichte des Theaters

Wolfenbüttel  Eine Ausstellung im Schlossmuseum soll die Geschichte des Theaters in Wolfenbüttel zeigen. Moderne Computertechnik kommt dabei zum Einsatz.

Sandra Donner bereitet unterstützt von Dr. Alfred Henning (links) eine Ausstellung über die Geschichte des Theaters in Wolfenbüttel vor.

Foto: Ruf

Sandra Donner bereitet unterstützt von Dr. Alfred Henning (links) eine Ausstellung über die Geschichte des Theaters in Wolfenbüttel vor. Foto: Ruf

Hoftheater - Schlosstheater - Lessingtheater heißt die Ausstellung. Offiziell eröffnet wird sie am Freitag, 11. Januar, um 19 Uhr.

Unter Leitung von Sandra Donner arbeiten die Ausstellungsmacher des Museums im Schloss intensiv mit Alfred Henning vom Lions Club Wolfenbüttel zusammen.

In drei Ausstellungsräumen präsentieren sie mehr als 400 Jahre Theatergeschichte. „Theater gab es in Wolfenbüttel lange bevor das Lessingtheater gebaut wurde. Das ist vielen Leuten gar nicht so bewusst“, sagt Sandra Donner. Die Anfänge gingen bis ins Jahr 1592 zurück. Damals sei eine englische Theatertruppe in die Stadt gekommen. Sie habe auf der Straße und im Schloss gespielt, berichtet Donner. Im 18. Jahrhundert sei in der Nähe des Schlosses ein Opernhaus und ein Komödienhaus entstanden. Vermutlich hätten sie in der Jäger- und der Dr. Heinrich-Jasper-Straße gestanden. In der Ausstellung sollen die beiden Theater in Computersimulationen präsentiert werden. Museumsleiter Hans-Henning Grote habe erforscht, wie das Opernhaus damals ausgestattet gewesen sei, sagt Donner. Beispielsweise könne man darstellen, dass es dort Kulissenwechsel auf offener Bühne gegeben habe. Ein Theater im Schlossgebäude wurde im Jahr 1835 gegründet. „Im gotischen Stil war es ausgestattet, aber aus Pappmasche“, verrät Donner weitere Details.

Die Geschichte des Lessingtheaters präsentiert die Ausstellung im Foyer des Museumscafés. Alfred Henning hat die Präsentation mit Bildern, Plänen und Fotos gestaltet. Zu sehen sein werden die verschiedenen Bauphasen des Theaters. Kopien von Dokumente machen unter anderem den jahrelangen Streit deutlich, der dem Bau und der Eröffnung im Jahr 1909 voranging. Die Ausstellung soll vergleichend auch andere Bauten des Architekten Otto Rasche einbeziehen und die aufwendige aktuelle Sanierung des Theaters darstellen. Im Staatsarchiv am Forstweg werden Originaldokumente zur Theatergeschichte zu sehen sein.

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