Forstwirte aus dem Elm befürchten mehr Bürokratie

Wolfenbüttel  Praktikabel und möglichst unbürokratisch soll die neue Landschaftschutzverordnung für den Elm sein. Das fordern Förster und Jägerschaft

Revierförster Ekkehard Modde erklärt, warum die Förster im Elm keine strengeren Auflagen haben wollen.

Foto: Kai-Uwe Ruf

Revierförster Ekkehard Modde erklärt, warum die Förster im Elm keine strengeren Auflagen haben wollen. Foto: Kai-Uwe Ruf

Der SPD-Kreistagsfraktion erläuterten sie ihre Vorstellungen. Forstwirte, Jäger und Waldbesitzer befürchten, dass sie durch die neuen Regelungen zu stark eingeschränkt werden. „Der Kreis plant eine Landschaftsschutzgebietsverordnung, die uns zu weit geht“, sagt beispielsweise Jürgen Penner, Forstamtsleiter im Elm. Problematisch sei auch, dass es keine Einigkeit zwischen den Kreisen gebe. In Helmstedt wolle man sogar ein Naturschutzgebiet errichten.

„Wir wollen das wegen der höheren Auflagen nicht“, betont Joachim Moshake, Vorsitzender der Forstgemeinschaft Eilum. Waldbesitzer und Förster seien ohnehin verpflichtet, den Wald zu pflegen. Gerade der Holzreichtum des Elms komme aus der Bewirtschaftung des Gebiets.

Wenn neue Bäume gepflanzt würden, müsste man in der Wahl der Hölzer frei sei, betonte Ekkehard Modde, Revierförster für den Bereich Uehrde-Berklingen. Gerade die Bewirtschaftung des Waldes sorge für die Artenvielfalt, betonte, Knut Riggert, Vorsitzender der Fortgenossenschaft Evesser Landwirte. „Der Wald sieht nicht trotz der Bewirtschaftung so aus, wie er ist, sondern weil wir ihn bewirtschaften.“

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