Wolfenbütteler Henning Nagel hat viele süße Schätze

Wolfenbüttel  Kleine Päckchen mit süßem Inhalt. Von zartem Papier umgeben, „erzählen“ sie aus der Vergangenheit. Die Rede ist von Zückerwürfeln.

Die Schatzkiste: Henning Nagel zeigt seine Sammlung von Zuckerstückchen.

Foto: Hans-Dietrich Sandhagen

Die Schatzkiste: Henning Nagel zeigt seine Sammlung von Zuckerstückchen. Foto: Hans-Dietrich Sandhagen

Sie sind eine kleine Leidenschaft des Wolfenbüttelers Henning Nagel. Abgesehen hat er es dabei aber nicht auf den Inhalt, sondern auf die Verpackung der Würfel mit dem Aufdruck des Cafés oder Restaurants. Den Grundstein der Sammlung mit mehr als 250 Exemplaren legte Nagels Mutter. Sie sei sehr gern zum Kaffeetrinken ausgegangen, erzählt der 1940 geborene Nagel. Sie habe zur Erinnerung an schöne Stunden gesammelt.

Nagel sammelte als junger Mann mit. Der gelernte Küchenmeister kam herum. In der Saison war er beispielsweise auf Sylt tätig.

Und wenn Nagel da in die Tiefe der Zuckerstücke abtaucht, dann findet er auch süße Erinnerungen aus der Wolfenbütteler Gastronomie – überwiegend aus den 60er Jahren, wie er sagt. Beispielsweise vom Café Lambrecht, das sich einst an der Langen Herzogstraße befand.

Weitere Wolfenbütteler Fundstücke sind unter anderem das Kaffeehaus, die einst an der Langen Straße benachbarte Theaterklause, die Milchbar Max und Moritz, das Haus des Tanzes an der Reichsstraße 6, das Hotel zum Löwen an der Breiten Herzogstraße und das Café Sandfort.

Und noch zwei Dinge zeigt Nagel. Eine Speisekarte aus dem Café Lambrecht und einen mit der Schreibmaschine gestalteten Speisezettel aus dem Hotel Kronprinz. Zu lesen ist das Ostermenü für das Jahr 1961. Und unten auf der Seite steht: „Es kocht für Sie Herr Nagel.“

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
Leserkommentare (4)
    Weitere Artikel aus diesem Ressort