Bauarbeiten am Schlossgymnasium verzögern sich

Wolfenbüttel  Für rund 9 Millionen Euro bekommt das Schlossgymnasium einen Erweiterungsbau. Im Schulausschuss wurden die Fortschritte der Bauarbeiten vorgestellt.

Der Erweiterungsbau wird voraussichtlich nach den Herbstferien 2013 fertig.

Foto: Karl-Ernst Hueske

Der Erweiterungsbau wird voraussichtlich nach den Herbstferien 2013 fertig. Foto: Karl-Ernst Hueske

Seit dem Frühjahr laufen die Bauarbeiten am Erweiterungsbau des Gymnasiums im Schloss. In der Sitzung des Schulausschusses der Stadt stellte Ivica Lukanic, Leiter des Gebäudemanagements, gestern die Fortschritte der Baumaßnahmen vor.

Zunächst präsentierte er das Farbkonzept für den Erweiterungsbau. Weiterhin ging Lukanic auf die Anforderungen ein, die durch das vom Landtag verabschiedete Inklusionsgesetz an den Neubau gestellt wurden. „Wir haben in Bezug auf den Erweiterungsbau 18 zusätzliche Maßnahmen, um die Schule inklusionsfähig zu machen“, sagte er. Durch diese Maßnahmen entstünden Mehrkosten von rund 100 000 Euro. Lukanic kündigte an, dass an den Wolfenbütteler Schulen auch in den nächsten Jahren durch die Einführung der inklusiven Schule Kosten entstehen werden. „Inklusion wird uns mindestens bis 2020 beschäftigen. Wir werden uns dem offensiv widmen“, sagte er.

Der Erweiterungsbau am Schlossgymnasium soll insgesamt rund neun Millionen Euro kosten. Die Fertigstellung wird sich laut Lukanic leicht verzögern. „Wir haben bisher etwa zwei Monate verloren“, sagte er im Ausschuss. Grund dafür seien unter anderem schwierige Bodenverhältnisse.

Der Bau werde daher nicht wie vorgesehen zum neuen Schuljahr eingeweiht, sondern voraussichtlich nach den Herbstferien 2013. Lukanic zeigte sich dennoch mit den Fortschritten zufrieden. „Das Vergabeverfahren wird voraussichtlich im April abgeschlossen sein“, sagte er.

Ein weiteres Thema im Schulausschuss war die Aufteilung der Mittel für den Ganztagsschulbetrieb an den Gymnasien. Der Ausschuss stimmte einem Antrag der SPD-Fraktion zu, nach dem die Hälfte der 30 000 Euro proportional zur Zahl der Schüler, die Ganztagsangebote nutzen, auf die drei Schulen verteilt werden soll.

Auch einem Antrag der SPD-Fraktion, nach dem die Verwaltung im Ausschuss Auskunft über die in den kommenden Jahren durchzuführenden Brandschutzmaßnahmen an Wolfenbütteler Schulen geben soll, stimmte der Ausschuss zu. Ivica Lukanic wies außerdem darauf hin, dass zukünftig ein Datenblatt zum baulichen Zustand jeder Schule erstellt werden soll, um Handlungsbedarfe festzustellen..

Einen Antrag der SPD-Fraktion, in dem auf den Namen „Lessing-Gesamtschule“ für die Schule an der Ravensberger Straße hingewirkt werden sollte, nahm die Fraktion zurück. Ausschussmitglieder hatten darauf hingewiesen, dass es Sache der Schule und des Schulträgers sei, einen Namen zu bestimmen.

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