„VW-Investitionen bringen 3000 Jobs bei Zulieferern“
Hannover Einer Umfrage zufolge beflügeln die geplanten VW-Investitionen von 11 Milliarden Euro in Niedersachsen bis 2015 auch die Zuliefer-Industrie im Land.
Fiat musste kürzlich Investitionen absagen, weil das Geld fehlt. PSA Peugeot-Citroën braucht Staatshilfe. Die Schwächephase vieler Autobauer ist auch für deren Teile-Lieferanten ein Problem. In dieser Hinsicht haben es die Zulieferer in Niedersachsen derzeit leichter. Ihr Hauptkunde VW plant Rekord-Investitionen – das könnte bei Zulieferern bis zu 3000 neue Jobs bringen.
Arbeitgeberverbände freuen sich über die Ankündigung aus Wolfsburg, bis 2015 allein in Niedersachsen 11 Milliarden Euro zu investieren. „Dies ist ein Vertrauensbeweis in die Leistungsfähigkeit unserer Zulieferer“, sagt Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände von Metall- und Elektro- sowie Kautschuk-Industrie in Niedersachsen.
VW investiert Geld, das vielen Konkurrenten schmerzlich fehlt
Die Investitionen von VW könnten in der Zulieferindustrie des Landes mittelfristig bis zu 3000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Das ist das Ergebnis einer Blitzumfrage der beiden Verbände am vergangenen Freitag, wenige Stunden nachdem Volkswagen seine Investitionspläne bekanntgegeben hatte.
Auch das Signal von VW, im kommenden Jahr die Produktion nicht zu kürzen, stabilisiere Konjunktur und Erwartungen, sage Verbandschef Schmidt. „Die Lage in der niedersächsischen Industrie ist im Bundesvergleich ohnehin sehr robust. Die Pläne von VW bedeuten noch mehr Stabilität in Niedersachsen.“
Gegenüber dem Vorjahresplan wurden die durchschnittlichen jährlichen Investitionen des VW-Konzerns von 12,5 auf 16,7 Milliarden deutlich angehoben, hat Frank Schwope errechnet, der für die Nord-LB in Hannover die Entwicklung der Autoindustrie analysiert. „Volkswagen investiert Geld, das vielen Konkurrenten schmerzlich fehlt.“ Geringe Investitionen wegen leerer Kassen – das dürfte nicht allein die Konkurrenz, sondern auch deren Zulieferer hart treffen. Von neuen Jobs jedenfalls ist dort nicht die Rede.



