Konsolidierung nach kräftigem Personalzuwachs bei VW
Wolfsburg Nach einem kräftigen Personalzuwachs in den vergangenen Jahren erlebt der VW-Konzern nach Überzeugung von Personalvorstand Horst Neumann jetzt eine Phase der Konsolidierung.
„Zugleich arbeiten wir weiterhin an unserem Ziel, attraktivster Arbeitgeber zu werden“, teilte Neumann am Freitag mit. Europas größter Autobauer beschäftigte Ende November 249.000 Menschen in Deutschland, weltweit waren es rund 550.000.
Seit 2007 seien 225.000 Mitarbeiter hinzugekommen, davon wurden etwa 100.000 neu eingestellt – allein in Deutschland 30.000. Die Übernahmen der Lastwagenhersteller Scania und MAN, des Sportwagenbauers Porsche AG und der Porsche Holding Salzburg sowie des Motorradunternehmens Ducati brachten weitere 125.000 Mitarbeiter in den VW-Konzern.
Die Entwicklung für VW im kommenden Jahr ist nach Ansicht von Betriebsratschef Bernd Osterloh wegen der Absatz-Krise in Europa nur schwer kalkulierbar. Im Werk Wolfsburg wolle das Unternehmen das Produktionsniveau dieses Jahres von 760.000 Autos wieder erreichen, sagte er. Die Auslastung der einzelnen Werke werde unterschiedlich ausfallen. Darauf könne VW mit verschiedenen Maßnahmen reagieren. „Kurzarbeit in Wolfsburg kann ich mir im Moment nicht vorstellen“, sagte Osterloh. Mit den aktuell rund 70.000 Vorbestellungen des neuen Golf VII sei man im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld mehr als zufrieden. dpa



