VW sieht sich schon 2014 am Absatz-Ziel

Wolfsburg  Konzern-Chef Winterkorn glaubt, dass der Konzern zehn Millionen Fahrzeuge verkauft.

Symbolbild VW.

Foto: dpa

Symbolbild VW. Foto: dpa

Seit Monaten hat es sich abgezeichnet: Nun geht auch VW-Chef Martin Winterkorn davon aus, dass der Konzern bereits in diesem Jahr die Zehn-Millionen-Marke knacken wird. „Wir werden in diesem Jahr wahrscheinlich erstmals mehr als zehn Millionen Fahrzeuge verkaufen, dieses große Ziel hatten wir eigentlich erst für 2018 angestrebt“, sagte Winterkorn der „Bild am Sonntag“.

„Meine Erfahrung besagt übrigens, dass fachlich gut qualifizierte Frauen häufig die ’besseren Männer‘ sind. “
Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender bei Volkswagen.

„Unser großer Wachstumsmarkt ist natürlich China. Dort werden wir in diesem Jahr voraussichtlich 3,6 Millionen Autos verkaufen, von denen übrigens weit über 90 Prozent vor Ort in China gebaut werden“, sagte der Konzernchef weiter. Allerdings rechnet VW schon 2015 auf dem weltgrößten Automarkt China mit spürbarer Abkühlung. „Auch dort wird es zu einer Normalisierung kommen“, hatte der für China zuständige Vorstand Jochem Heizmann der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Peking gesagt. „Wenn wir die nächsten fünf Jahre sehen, dann gehen wir davon aus, dass das einstellige Wachstumsraten sein werden, nicht mehr zweistellige.“ Dennoch werde das Land weiterhin „auf deutlich höherem Niveau sein, als sonst irgendwo größere Automobilmärkte auf der Welt“.

In der „BamS“ äußerte sich Winterkorn zudem positiv zu einer Frauenquote: „Wir halten viel von der sogenannten „differenzierten“ Quote. Das heißt: Wenn heute zehn Prozent der Maschinenbau-Hochschulabsolventen Frauen sind, dann wollen wir in den entsprechenden Bereichen auch mindestens zehn Prozent Frauen einstellen.“

Im Management und in den Vorständen der Marken habe man inzwischen eine ganze Reihe von Frauen – aufgrund ihrer Qualifikation. „Meine Erfahrung besagt übrigens, dass fachlich gut qualifizierte Frauen häufig die „besseren Männer“ sind. Das heißt: Sie sind zielstrebiger und konsequenter“, sagte Winterkorn und mutmaßte: „Das liegt vielleicht daran, dass Frauen in Führungspositionen sich gegen eine Männer-Mehrheit durchsetzen mussten.“

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