Öffentliche Versicherung bleibt regional

Braunschweig  Das Land gibt Trägeranteile an die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz ab.

Das Gebäude der Öffentlichen Versicherung Braunschweig.

Foto: Archiv/Flentje

Das Gebäude der Öffentlichen Versicherung Braunschweig. Foto: Archiv/Flentje

Die Öffentliche Versicherung Braunschweig bleibt eigenständig und in Braunschweig. Die Niedersächsische Landesregierung hat gestern zugestimmt, dass die Hälfte ihres 12,5-Prozent-Trägeranteils an der Öffentlichen zum 1. Januar 2015 auf die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz übertragen wird. Die Stiftung erhält zudem einen Sitz in der Trägerversammlung.

Angekündigt wurde der Schritt bereits im Januar, nun fehlt noch die Zustimmung des Landtags. Damit würde ein langer Streit enden. Die frühere Landesregierung unter Christian Wulf und später unter David McAllister hatte erwogen, den Landesanteil an der Öffentlichen zu verkaufen.

Allerdings wurden die Absichten nie konkretisiert. Grund: Der Verkauf eines öffentlich-rechtlichen Unternehmens ist schwierig, denn die Rechte aus den Trägeranteilen sind nicht gleichzusetzen mit Eigentümerrechten bei privatwirtschaftlichen Betrieben. Als Käufer wäre daher nur ein öffentlich-rechtliches Unternehmen infrage gekommen. Als ein Interessent galt die Versicherungsgruppe Hannover. Folglich wuchsen in Braunschweig die Sorgen, die Öffentliche könnte künftig aus Hannover gesteuert werden.

Die neue Landesregierung hat diesen Spekulationen ein Ende gesetzt. Mit der Übertragung der Trägeranteile auf die Stiftung werde ein langjährig gehegter Wunsch der Region erfüllt, sagt Finanzminister Peter-Jürgen Schneider. Gert Hoffmann, Präsident der Stiftung, sagte: „Wir helfen gerne mit, die Öffentliche auf Dauer fest an Braunschweig zu binden.“

Lesen Sie zum Thema auch den Kommentar: "Fest verwurzelt"

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