63 Jobs in Buschhaus in Gefahr

Helmstedt  EEW und Helmstedter Revier ringen um eine neue Lösung für die Müllverbrennung im Kraftwerk Buschhaus bei Schöningen.

Die Abfallverbrennungsanlage am Kraftwerk Buschhaus.

Foto: Linne

Die Abfallverbrennungsanlage am Kraftwerk Buschhaus. Foto: Linne

63 Mitarbeiter der Helmstedter Revier GmbH (HSR) könnten bald ihren Arbeitsplatz verlieren. Das Unternehmen EEW Energy from Waste erwägt nach Informationen unserer Zeitung, den Betriebsführungsvertrag mit der HSR über die Müllverbrennung im Kraftwerk Buschhaus zu kündigen. Offenbar zieht der Müllverbrenner in Betracht, seine Geschäfte am Standort Helmstedt mit einer eigenen und kostengünstigeren Betriebsmannschaft fortzusetzen und gleichzeitig für eine strukturelle Flurbereinigung zu sorgen nach dem Rückzug des Eon-Konzerns aus dem Helmstedter Kohlerevier. Eine Stellungnahme lehnte EEW am Donnerstag ab. „Laufende Verhandlungen werden von uns nicht kommentiert“, erklärte Sprecher Andreas Aumüller.

Die Ausgangslage sei schwierig, sagte Jörg Liebermann, Bezirks-Chef der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Die HSR-Belegschaft im Kraftwerk Buschhaus erledige die Müllverbrennung für die EEW, die Verbrennungsanlage aber gehöre EEW. Früher habe sich alles unter dem Dach des Eon-Konzerns befunden. Liebermann pochte darauf, dass es bei den aktuellen Verhandlungen keine Verlierer geben dürfe. In Betriebsversammlungen wurde die HSR-Belegschaft informiert.

Probleme könnten laut Betriebsrat für den Sozialplan entstehen, der Vorruhestandsregelungen ab 2017 vorsehe. „Wenn es deutlich vor diesem Termin zu einer Umstrukturierung käme, würde das Konzept nicht greifen“, sagte Betriebsrats-Chef Fred Gronde.

EEW verbrennt 525 000 Tonnen Abfall jährlich in Buschhaus, acht Landkreise sind Kunde. Das Unternehmen ging 2013 aus der Eon-Tochter Energy from Waste hervor, die an die Investmentgruppe EQT verkauft wurde.

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