Zeitung: Erfolgreiche Millionenklage wegen S-Bahn-Chaos

Berlin  Nach dem monatelangen S-Bahn-Chaos in Berlin hat die Deutsche Bahn nach einem Zeitungsbericht eine Millionenklage gegen ehemalige Manager des Konzerns gewonnen.

Wegen Wartungsfehlern fuhr die S-Bahn 2009 im Notbetrieb.

Foto: Marc Tirl/Archiv

Wegen Wartungsfehlern fuhr die S-Bahn 2009 im Notbetrieb. Foto: Marc Tirl/Archiv

Nach Informationen der «Bild am Sonntag» hatte die Bahn die inzwischen entlassenen S-Bahn-Chefs auf Schadensersatz verklagt und vom Gericht rund 11,4 Millionen Euro zugesprochen bekommen. Das Geld werde allerdings von den Versicherungen der ehemaligen Manager gezahlt. Ein Bahnsprecher wollte sich zu dem «BamS»-Bericht nicht äußern.

Wegen mangelhafter Wartung mussten im Jahr 2009 in Berlin Hunderte S-Bahn-Waggons aus dem Verkehr gezogen werden. Über Monate hinweg konnte in der Hauptstadt nur noch ein Notbetrieb aufrechterhalten werden. Für diese mangelhaften Verkehrsleistungen sowie Unpünktlichkeit der noch einsatzbereiten Züge zog der Berliner Senat der S-Bahn seit 2008 rund 140 Millionen Euro ab.

Die Deutsche Bahn als Mutterkonzern der S-Bahn-GmbH hatte sich damals von mehreren Führungskräften getrennt, die für die fehlende Wartung der Züge verantwortlich gemacht wurden. Schon im Sommer 2009 hatte Bahnchef Rüdiger Grube auch eine Schadenersatzklage ins Gespräch gebracht. (dpa)

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