Stahlsparte beschert Salzgitter Verlust

Salzgitter  Angesichts von 48,2 Millionen Euro Verlust nach Steuern in den ersten neun Monaten des Jahres ist die Salzgitter AG um Schadensbegrenzung bemüht.

Ein Mitarbeiter der Salzgitter AG wirft im Stahlwerk in Salzgitter Sand in einen Fluss aus kochendem Stahl.

Foto: dpa (Archiv)

Ein Mitarbeiter der Salzgitter AG wirft im Stahlwerk in Salzgitter Sand in einen Fluss aus kochendem Stahl. Foto: dpa (Archiv)

Für das Gesamtjahr peilt der Stahlkonzern nun ein ausgeglichenes Ergebnis an. Der Gesamtumsatz der Salzgitter AG stieg auf mehr als 8 Milliarden Euro. Vor allem der Bereich Handel wuchs. Dennoch sorgte der Verlust im Stahlbereich für ein negatives Ergebnis. Dass dies sich jedoch in Grenzen hält, führt Holger Fechner, Stahl-Analyst bei der Nord-LB, auf die erfolgreiche Diversifikation des Konzerns zurück. „Die Salzgitter AG ist insgesamt gut aufgestellt“, so Fechner.

Die Konzernsparten im Überblick:

Stahl

Der Unternehmensbereich Stahl fuhr nach den ersten neun Monaten des Jahres Verluste ein. Das Ergebnis vor Steuern wies ein Minus von 149,8 Millionen Euro auf – im Vorjahr stand zum gleichen Zeitpunkt ein Plus von 35,9 Millionen Euro zu Buche. Der Umsatz der Sparte nahm um 33,8 Millionen Euro ab und lag bei 2,03 Milliarden Euro.

Unternehmenssprecher Bernhard Kleinermann führt den Verlust auf die derzeit geringen Preise auf dem europäischen Markt zurück. Gleichzeitig blieben die Rohstoffkosten des Konzerns für Eisenerz und Kohle stabil.

Handel

Die stahlverarbeitende Industrie in Deutschland hat nach wie vor einen großen Bedarf an Stahl, so dass dieser Unternehmensbereich auch im Jahr 2012 ein positives Ergebnis aufweist – wenn auch etwas geringer als im Vorjahr. 42 Millionen Euro Gewinn vor Steuern erzielte die Salzgitter AG hier. Der Umsatz lag bei 3,65 Milliarden Euro.

Röhren

Im Bereich Röhren konnte der höhere Absatz von mittleren Leitungsrohren für regionale Gasnetze den geringeren Absatz von Großrohren für lange Pipelines ausgleichen. Jedoch ging der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um etwa zwei Drittel zurück und lag bei 17,2 Millionen Euro. Umsatz in diesem Bereich: 1,16 Milliarden Euro.

Dienstleistungen

Der Bereich Dienstleistungen, in dem eine Reihe von Servicegesellschaften zusammengefasst sind, machte mit 12,5 Millionen Euro einen etwas geringeren Gewinn als 2011 (14,6 Millionen). Der Umsatz lag bei 313,3 Millionen Euro.

Technologie

Die Technologie-Sparte befindet sich nach einem verlustreichen Jahr 2011 wieder knapp in der Gewinnzone. Nach einem Minus von
36,5 Millionen Euro im Jahr 2011 kann der Konzern hier nun ein Plus von 0,8 Millionen Euro verbuchen. Hintergrund ist ein umfassendes Restrukturierungsprogramm, das im vergangenen Jahr eingeleitet worden ist und nun Wirkung zeigt.

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