Krieg der Drogenbanden hält an

Tumultartige Szenen in dem Gefängnis von Alcacuz in Brasilien. Am Dienstag war es hier erneut zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Mitgliedern rivalisierender Drogenbanden gekommen. In den vergangenen Tagen waren hier schon 26 Menschen von Mithäftlingen auf brutale Weise umgebracht worden. Die Polizei setzte Gummigeschosse und Tränengas ein, um die Krawalle unter Kontrolle zu bringen. Ein örtlicher Polizeisprecher sagte, es sei gelungen, die rivalisierenden Gruppen auseinanderzuhalten. Es habe keine weiteren Toten gegeben. Nach Aussagen von Sicherheitskräften hatten die Mitglieder der einen Drogenbande versucht, den Gefängnisflügel der anderen zu stürmen. Seit Jahresbeginn hatte es rund 140 Tote in den brasilianischen Gefängnissen gegeben. Zuvor hatten sich zwei verbündete Drogen-Gangs im Streit getrennt. Seitdem kämpfen sie um die Vormachtstellung im Drogenhandel. Die Gefängnisse in Brasilien sind meist hoffnungslos überfüllt. Die Haftbedingungen werden als katastrophal beschrieben.
Di, 17.01.2017, 18.46 Uhr

Krieg der Drogenbanden hält an

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