Wolfsburg erneut sieglos – 1:1 gegen den HSV
Wolfsburg Der Zauber von Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner scheint verflogen. Der VfL Wolfsburg konnte am Sonntag wieder keinen Sieg verbuchen. Vom HSV trennten sich die Wölfe unentschieden.
Der VfL Wolfsburg hat die englische Woche der Fußball-Bundesliga mit zwei Punkten beendet. Nach dem Remis gegen Bremen und der Niederlage in Mönchengladbach gab es Sonntag im Heimspiel vor 28.121 Zuschauern gegen den Hamburger SV ein 1:1 (0:1).
VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner musste seine Startelf auf einer Position umstellen. Christian Träsch war krank und wurde durch Makoto Hasebe auf der Doppelsechs im Mittelfeld ersetzt. Dafür rückte Vieirinha ins Team und übernahm Hasebes Position auf der rechten Mittelfeld-Seite.
Wie in allen Bundesliga-Stadien in dieser Woche war es in der VW-Arena in den ersten zwölf Spielminuten ruhig geblieben. Die Fans protestierten so gegen das umstrittene Sicherheitskonzept der DFL. In der Anfangsphase sah es so aus, als wären beide Teams ohne die normale Geräuschkulisse gehemmt. Während die Hamburger ihre Passivität nach dem Einsetzen der Zuschauerunterstützung aber ablegten, blieb der VfL zurückhaltend. Die Wolfsburger überließen den Gästen weitgehend die Kontrolle über das Spiel und der HSV nahm das Geschenk an. Früh störte die Elf von Trainer Thorsten Fink den Spielaufbau der Grün-Weißen und brachte die Hausherren eins ums andere Mal in Bedrängnis. Auch im Zweikampf waren die Hamburger dem VfL, der nicht ins Spiel fand, überlegen.
Die Quittung erhielten die Wolfsburger in der 26. Minute. Nach einem schönen Spielzug des HSV lief Maximilian Beister allein auf VfL-Torwart Diego Benaglio zu und vollendete per Flachschuss zum 0:1. Zuvor hatte Wolfsburgs Rechtsverteidiger Fagner das Abseits aufgehoben. Die beste Chance der Gastgeber hatte in der ersten Hälfte Naldo, der Hamburgs Keeper René Adler mit einem Freistoß aus 20 Metern Entfernung prüfte.
Doch erst nach der Pause tat der VfL wirklich etwas dafür, dass die Partie einen anderen Verlauf nehmen konnte. Die erste Chance nach dem Seitenwechsel hatte zwar erneut Beister, der den Ball nicht richtig traf, Benaglio damit aber auf dem falschen Fuß erwischte, doch danach drehte der VfL auf. Die Hausherren kämpften sich zurück in die Begegnung und boten dem HSV wahrlich Paroli.
Lange fehlte im Abschluss die Genauigkeit, doch Marcel Schäfer fand sie mit einer perfekten Flanke auf Simon Kjaer. Der Innenverteidiger nickte den Ball vom ersten Pfosten aus per Kopf ins lange Eck (68.). Nach dem Ausgleich hatten die Wolfsburger mehr vom Spiel und waren dem zweiten Tor näher als die Gäste. Vieirinha traf aber nur den Innenpfosten (76.). Danach hätte Fagner seinen Fehler vor dem 0:1 wiedergutmachen können, doch er rutschte an einer Hereingabe Schäfers vorbei (87.). Es blieb beim 1:1.



