Winterkorn ist bedient – Magath: Stehe in der Verantwortung
Wolfsburg Für Felix Magath wird die Luft immer dünner. Doch noch hat der Trainer des VfL Wolfsburg den Rückhalt der VW-Bosse.
Martin Winterkorn hatte genug gesehen. Zehn Minuten vor dem Abpfiff verließ der VW-Boss am Samstag die VW-Arena. Dabei stand es da erst 0:1 bei der Partie des VfL Wolfsburg gegen den SC Freiburg. Wenig später legten die Gäste einen zweiten Treffer nach und machten den Absturz des VfL auf den letzten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga perfekt.
Trotz einer erneut sehr schwachen Leistung der ambitionierten und teuren Mannschaft steht VW noch hinter Trainer Felix Magath. Nach Informationen unserer Zeitung will der VfL-Aufsichtsrat ihm nicht das Vertrauen entziehen. Magath soll auch im nächsten Auswärtsspiel in Düsseldorf auf der Trainerbank sitzen. Der Coach sieht sich weiter fest im Sattel. „Ich stehe ständig in Kontakt mit dem Aufsichtsrat. Ich bin sicher, dass ich Rückendeckung bekomme. Daran zweifle ich nicht nach jedem schlechten Spiel“, sagt Magath.
Lange wird der Aufsichtsrat aber wahrscheinlich nicht mehr tatenlos bleiben, wenn sich die Lage nicht ändert. Von seinem Anspruch, um Europa mitzuspielen, ist der VfL meilenweit entfernt, aktuell steht der Abstiegskampf im Vordergrund. Das weiß auch Magath. „Nach so einem Spiel hat man wenig Argumente. Ich stehe auch in der Kritik und in der Verantwortung“, gibt er zu.
Vor der Partie hatte der Aufsichtsrat noch versucht, den Druck vom Coach zu nehmen. „Die Spieler stehen in der Pflicht“, hatte Sprecher Stephan Grühsem gesagt. Doch genauso wie sich die Spieler nicht hinter dem Trainer verstecken können, kann der es nicht dauerhaft hinter seinem Team. Magath hat diese Mannschaft zusammengestellt, die nicht zum ersten Mal versagte.

