VfL Wolfsburg verliert Test gegen Werder Bremen 1:2
Belek Im zweiten Testspiel setzte es für Dieter Hecking die erste Niederlage als VfL-Coach. Beim Tuttur-Cup in der Türkei unterlag Wolfsburg Bremen 1:2.
.Das zweite Testspiel des VfL Wolfsburg im Trainingslager in Belek lieferte vor allem eine Erkenntnis: Trotz des großen Kaders sind die Optionen für die Startelf begrenzt. Im Finale des Tuttur-Cups verlor eine Wolfsburger B-Elf gegen Werder Bremen mit 1:2 (0:0).
VfL-Trainer Dieter Hecking hatte gegen den Konkurrenten aus der Fußball-Bundesliga fast allen Spielern, die zuletzt gegen Besiktas Istanbul gewonnen hatten, eine Pause gegönnt. Die aussichtsreichsten Startelf-Kandidaten absolvierten dafür zwei Trainingseinheiten. Auch Werder verzichtete auf einige Leistungsträger. Vielleicht war es auch deshalb in der ersten Hälfte keine schöne Partie. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie etliche Reservisten in ihren Reihen hatten, wobei die Bremer die besseren Ansätze zeigten. Die beste Möglichkeit hatte aber der VfL. Yohandry Orozco fasste sich in der 29. Minute ein Herz und zog aus 22 Metern Torentfernung ab. Richard Strebinger im Werder-Tor musste sich strecken, um den Ball noch um den Pfosten zu lenken.
Ansonsten war der Test in den ersten 45 Minute eine langweilige Angelegenheit. Hecking war zumindest mit der Ordnung in der Defensive zufrieden. „In den ersten 30 Minuten haben die Spieler unsere Vorgaben gut umgesetzt und keine Bremer Chance zugelassen“, sagte er. Trotzdem konnte sich kaum ein Akteur aus der zweiten Reihe für Einsätze in der Bundesliga empfehlen. Mit Abstrichen gefiel Slobodan Medojevic im defensiven Mittelfeld. Außerdem strahlte die zu Saisonbeginn etatmäßige Innenverteidigung mit Naldo und Emanuel Pogatetz Ruhe aus.
In der Halbzeit wechselten beide Trainer mehrmals aus. Dadurch ging die Ordnung auf beiden Seiten etwas verloren, dem Spiel tat es aber gut. Es gab nun mehr Chancen, zuerst mit Vorteilen für den VfL. In der 64. Minute steckte Thomas Kahlenberg toll auf Mateusz Klich durch. Der Pole ließ sich die Chance nicht nehmen und traf zum 1:0.
Anschließend hätten die Wolfsburger mehrmals erhöhen können, taten es aber nicht. So fand Bremen zurück ins Spiel. Bei einem Diagonalpass stand VfL-Rechtsverteidiger Michael Schulze schlecht und ließ sich von Marko Arnautovic austanzen – es folgte das 1:1 (73.). Danach war Bremen wieder am Drücker und erzielte in der 88. Minute nach einer Ecke durch Felix Kroos den Siegtreffer.
Werder Bremen: Strebinger - Ignjovski, Lukimya, Pavlovic, Röcker - Bargfrede (88. Fritz) - Arnautovic, Ekici, Wurtz (46. Trybull), Füllkrug (46. Yildirim) - Akpala (71. Kroos).
VfL Wolfsburg: Hitz - Hasebe (71. Knoche), Naldo (71. Lopes), Pogatetz, Poggenberg (46. Kyrgiakos) - Josué, Medojevic (46. Schulze) - Orozco (46. Klich), Kahlenberg, Jönsson (61. Hasani) - Lakic.
