VfL Wolfsburg verliert 0:1 gegen den 1. FC Nürnberg
Nürnberg Eine knappe, aber verdiente Niederlage kassierte der VfL Wolfsburg in Nürnberg. Das 0:1 war die erste Pleite unter Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner.
Die kleine Siegesserie des VfL unter Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner ist gerissen. Am Samstagnachmittag verlor der Wolfsburger Fußball-Bundesligist das Kellerduell beim 1.FC Nürnberg mit 0:1 (0:0). Damit bleiben die "Wölfe" als Tabellen-16. auf dem Relegationsrang.
Timo Gebhart erzielte das goldene Tor für die Franken.
In einem an Torszenen armen Spiel zweier Mannschaften aus dem Tabellenkeller beschränkte sich der VfL aufs Verteidigen des eigenen Tores. Der Plan, wenn es denn einer war, ging nur bis zur 76. Minute auf. Dann kamen die nach der Pause deutlich engagierteren Nürnberger zum verdienten 1:0 durch Gebhart. Der köpfte eine Flanke Timothy Chandlers unbedrängt und unhaltbar für Diego Benaglio ein. Der Torwart war bester Wolfsburger.
Köstner vertraute der Startelf, die auch bei den Siegen in Düsseldorf (4:1) und im Pokal gegen den FSV Frankfurt (2:0) begonnen hatte.
Die in den ersten 45 Minuten sehr tief stehenden Gastgeber stellten die VfL-Offensive vor ein unlösbares Problem. Diego und Co. verstanden es nicht, das Abwehrbollwerk zu stürmen. Es fehlte an öffnenden Pässen. Spielmacher Diego musste sich den Ball meist tief in der eigenen Hälfte holen. Selten fanden ihn seine Kollegen in der Offensive.
Die beste Angriffsaktion besaß der VfL bezeichnenderweise nach nur 28 Sekunden, als Marcel Schäfer von links in den Strafraum passte, aber keinen Abnehmer fand. Aber auch der Club besaß nur wenige Großchancen.. Eine der besseren vergab Hanno Balitsch (55.) per Kopf.
Auch nach dem Rückstand ging kein Ruck durch die Mannschaft. Sie wollte, wusste aber nicht, wie sie es anstellen sollte. Ganz anders der Gegner. Der erarbeitete sich zunehmend Möglichkeiten. Bezeichnend, dass der von Köstner auf die Bank verbannte Ricardo Rodriguez nach seiner Einwechslung Chandlers Flanke zum Tor nicht verhindern konnte.



