VfL Wolfsburg und Werder Bremen trennen sich 1:1
Wolfsburg Der VfL Wolfsburg und Werder Bremen haben sich in der Bundesliga ein packendes Duell geliefert. Am Ende trennte man sich mit einem gerechten 1:1.
Das Wiedersehen von VfL-Manager Klaus Allofs mit seinem Ex-Klub verlief erwartet emotionsgeladen. Aber nicht nur neben dem Platz, sondern auch auf dem Spielfeld. Bei zwei Toren und einem Platzverweis lieferten sich die Teams ein unterhaltsames Fußballspiel. Für den VfL traf Bas Dost, der mit seinem sechsten Saisontor die Führung von Bremens Marko Arnautovic egalisierte.
Auch im sechsten Pflichtspiel unter seiner Regie veränderte VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner seine Startformation nicht. Doch auch auf der anderen Seite gab es keine Überraschungen. Bremen trat mit erwartetem Personal und im bewährten 4-1-4-1-System an. Damit hatte der VfL in der ersten Hälfte so seine Probleme. Die Hausherren begannen zwar engagiert und mit sichtbarem Siegeswillen, doch mit jeder Minute übernahmen die Gäste mehr und mehr das Spiel. Bremen zeigte die bessere Spielanlage und hatte durch Nils Petersen (7. Minute) und Eljero Elia (18.) die ersten Chancen.
Letztlich fehlte den Bremern in der Offensive aber die letzte Genauigkeit, wodurch die Wolfsburger die Partie offenhalten konnten. Bei seinen wenigen Vorstößen deutete der VfL seine Torgefährlichkeit an und hatte gleich dreimal Pech. Einmal hätten sich die Bremer nicht beschweren dürfen, wenn Schiedsrichter Markus Schmidt bei einem Freistoß von Naldo in die Werder-Mauer Elfmeter wegen Handspiels gepfiffen hätte. Und zweimal rettete für die Gäste der Pfosten bei einer verunglückten Abwehraktion von Sokratis (31.) sowie einem Kopfball von Dost (34.).
Das einzige Tor der ersten Hälfte schossen dann aber doch die Bremer. Elia vernaschte Fagner im Strafraum und legte auf Arnautovic quer, der von der Wolfsburger Abwehr völlig alleingelassen wurde und verwandelte (35.).
Danach sprach vieles für Werder, doch in der zweiten Hälfte schaffte der VfL mit einer Leistungssteigerung und begünstigt durch den Platzverweis des Bremer Linksverteidigers Lukas Schmitz (62., Gelb-Rot) die Wende. Kurz, nachdem Schmitz den Platz für sein zweites hartes Foul verlassen musste, vollendete Dost den schönsten VfL-Spielzug des Tages. Diego setzte mit einem Traumpass Vierinha ein, der Dost perfekt bediente. Der Holländer brauchte nur noch einschieben (64.).
Danach war richtig Feuer in der Partie. Die Wolfsburger nutzen ihre Überzahl und übten viel Druck auf Werder auf. Doch der VfL hatte viel Pech im Abschluss und mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichters. Außerdem hielt Bremen mit Einsatz dagegen und hatte durch einen Freistoß von Aaron Hunt, der am Pfosten landete, seine beste Chance (82.). Den Punkt haben sich beide Mannschaften verdient.

