VfL Wolfsburg spielt gegen Augsburg nur 1:1
Wolfsburg Die Aufbruchstimmung beim VfL Wolfsburg hat einen ersten Dämpfer erlitten. Gegen Augsburg kamen die „Wölfe“ nicht über ein 1:1 hinaus.
Nur in den ersten 25 Minuten konnte der Fußball-Bundesligist an den guten Auftritt im Derby anknüpfen, führte durch ein Tor von Naldo verdient 1:0. Doch der Ausgleichstreffer durch Jan Moravek verunsicherte die Wolfsburger, die anschließend eine schwache Vorstellung boten.
VfL-Trainer Dieter Hecking hatte seine Startaufstellung nur auf einer Position verändert. Alexander Madlung ersetzte erwartungsgemäß Simon Kjaer in der Innenverteidigung. Es war die logische Konsequenz, dass der Däne nach seinem Aussetzer gegen 96 auf der Bank Platz nehmen musste. Ansonsten vertraute Hecking der gleichen Elf wie in der Vorwoche.
Und die fing vor 22.257 Zuschauern in der VW-Arena gut an. Die Wolfsburger hatten die Gäste gut im Griff und spielten ansehnlich und schnell nach vorne. Es dauerte nicht lange, bis sich die ersten Chancen ergaben. Die besten Möglichkeiten zur Führung hatte Diego. Der Brasilianer scheiterte aber zweimal aus guter Position am Augsburger Schlussmann Alexander Manninger (12. und 17. Minute). Doch der Spielmacher machte es auf andere Weise wieder gut. Seine Ecken sorgten vor dem Gästetor stets für Gefahr und eine sogar für die Führung des VfL. Diego fand seinen Landsmann Naldo, der per Kopf zum 1:0 traf (23.).
Nun schien der Boden für einen klaren und souveränen Heimsieg der „Wölfe“ bereitet - eine Fehleinschätzung. Es dauerte keine 120 Sekunden bis Augsburg ausglich. Die Wolfsburger hatten eine Flanke nicht verhindert und anschließend zweimal Pech. Erst erwischte Madlung den Ball mit dem Kopf nicht richtig, dann wurde Marcel Schäfer auf dem falschen Fuß erwischt und spitzelte das Spielgerät genau zu Ja-Cheol Koo. Die Wolfsburger Leihgabe schaltete schnell und bediente Torschütze Moravek perfekt.
Danach war von dem tollen Spiel des VfL nicht mehr viel zu sehen. Anders als in Hannover gegen zehn Mann schafften es die Hausherren gegen elf Augsburger nicht, Druck auszuüben. Das Aufbauspiel war fehlerhaft, vorne fehlte die Durchschlagskraft. Vor allem Mittelstürmer Bas Dost war eine Enttäuschung und wurde nach 67 Minuten gegen Ivica Olic ausgetauscht. Aber auch der Kroate strahlte keine Torgefahr aus. Das Comeback des lange verletzten Patrick Helmes wird sehnlichst erwartet.
In der zweiten Hälfte war sogar der FCA näher am Siegtreffer als der VfL. Der Ex-Wolfsburger Daniel Baier versuchte es einige Male aus guter Position. Außerdem hätten die Gäste einen Elfmeter bekommen müssen. Naldo zog im Strafraum Koo zu Boden, der Pfiff des ansonsten guten Schiedsrichters Marco Fritz blieb aus (63.). Doch auch so war es der erste richtige Dämpfer für den VfL unter Hecking.



