VfL verliert – Fans fordern Magaths Rauswurf
Wolfsburg Der VfL Wolfsburg ist in der Fußball-Bundesliga ganz unten angekommen. Nach einem 0:2 gegen Freiburg sind die „Wölfe“ Letzter.
Auch im vierten Heimspiel der Saison blieben die Wolfsburger ohne Sieg, haben zu Hause erst einen Punkt geholt. Gegen Freiburg präsentierte sich Mannschaft wie ein Absteiger und kassierte völlig verdient eine Niederlage. Die Fans forderten den Rauswurf von Trainer Felix Magath, für den die Luft nun immer dünner wird.
Erneut hatte Magath seine Mannschaft in veränderter Formation auf den Platz geschickt – taktisch wie personell. Diesmal ließ der Coach seine Elf im 4-4-2-System mit flacher Vier im Mittelfeld antreten. Die größte Überraschung: Diego, bisher noch einer der besten Vfler in dieser Saison, saß erstmals nur auf der Bank. Dafür rückte Ferhan Hasani im Vergleich zum Schalke-Spiel in die Startelf.
Doch auch dieser Versuch des Trainers, seiner Mannschaft ein neues Gesicht zu verleihen, scheiterte. In den ersten 20 Minuten spielten die Wolfsburger passabel, allerdings ohne ernsthaft torgefährlich zu werden. Die besten Möglichkeiten waren ein Kopfball von Hasani (18. Minute) sowie eine Grätsche von Olic, mit der der Stürmer den Ball nur knapp am Tor vorbei bugsierte (26.).
Die Freiburger zeigten dagegen von Anfang an die bessere Spielanlage und wurden von Minute zu Minute mutiger. Jonathan Schmid hätte die Gäste in Führung bringen können, scheiterte aber am gut reagierenden Diego Benaglio. In der 40. Minute war jedoch auch der Keeper machtlos. Nach einem tollen Pass von Julian Schuster setzte sich Erik Jendrisek gegen die beiden Brasilianer Fágner und Naldo durch und wurde von Letzterem im Strafraum gefoult – Elfmeter. Diese Chance ließ sich Daniel Caligiuri nicht nehmen und verwandelte sicher. Die VfL-Fans verabschiedeten daraufhin ihre Mannschaft mit einem Pfeifkonzert in die Kabine.
Nach der Pause setzte sich die enttäuschende Leistung des VfL fort. Einzig der schwachen Chancenverwertung der Gäste hatten es die „Wölfe“ zu verdanken, dass sie noch bis zum Schluss die Möglichkeit hatten, zumindest ein Remis zu erreichen. Zweimal rettete für die Wolfsburger das Aluminium bei Schüssen von Schmid (62.) und Galigiuri (64.). Außerdem präsentierte sich zumindest Schlussmann Benaglio in guter Form.
Ansonsten blieb fast alles wieder nur Stückwerk beim VfL. Auch die Einwechslungen von Marcel Schäfer, Christian Träsch und Srdjan Lakic hatten keine Wirkung. Die Wolfsburger Fans flüchteten sich in Galgenhumor, sangen „Oh, wie ist das schön“ und feierten das 2:0 für Freiburg durch Schuster (84.).
