VfL-Traum rückt für Kutschke näher
Wolfsburg Neuzugang Nummer 7 steht in den Startlöchern: Der VfL Wolfsburg hat Viertligist RB Leipzig ein Angebot für Stefan Kutschke vorgelegt.
Die Kiebitze staunten am Mittwoch beim Trainingsauftakt von RB Leipzig nicht schlecht. Stefan Kutschke drehte eifrig im RB-Dress mit den Noch-Kollegen seine Runden.
Dabei hatte der Stürmer bereits Anfang Juni in der Bild-Zeitung von seiner Einigung mit dem VfL berichtet. Alles also ein Missverständnis? „Nein. Leider gibt es noch keine neue Entwicklung. Ich bin mir mit dem VfL über die Vertragsdetails einig, habe aber noch Vertrag in Leipzig. Nun müssen sich die Vereine einigen“, sagt der 23-Jährige.
Dass sich der Wechsel so lange hinzieht, lag auch am Urlaub von VfL-Trainer Felix Magath. Der ist nun zurück in Wolfsburg, und in den Tranfer des Regionalliga-Stürmers kommt Bewegung. Nach Informationen unserer Zeitung soll der VfL rund 200 000 Euro Ablöse für Kutschke geboten haben, der bei RB noch bis 2013 unter Vertrag steht.
Der Regionalligist fordert indes 300 000 Euro für den Torjäger, der in der vergangenen Saison in 28 Partien 13 Treffer erzielte. Weit liegen die Vorstellungen der beiden Vereine also nicht auseinander, so dass der Wechsel schon in den nächsten Tagen perfekt gemacht werden könnte. „Ich bin Optimist und glaube an eine schnelle Lösung“, sagt Kutschke-Berater Karl Herzog.
Beim Trainingsauftakt der Leipziger soll Kutschke nochmals angedeutet worden sein, dass ihm keine Steine in den Weg gelegt werden. Deshalb hofft der gebürtige Dresdner auch auf einen baldigen Vollzug des Wechsels zum Bundesligisten. „Das ist für mich die große Chance, von der ich bereits als Kind geträumt habe. Die kriegt man nur einmal in seinem Leben“, sagt er. „Es ist mein großer Wunsch, nach Wolfsburg zu wechseln.“
Der 1,94 Meter große Sturmtank erzielte in zwei Jahren in 56 Regionalliga-Partien 17 Tore für die Leipziger, müsste sich als Stürmer Nummer 4 zunächst hinter Patrick Helmes, Ivica Olic und Bas Dost einordnen. Für Kutschke ist der Konkurrenzkampf jedoch überhaupt kein Problem: „Ich will lernen, mich anbieten und in der Bundesliga durchsetzen. Diese Chance will ich nutzen.“
Beim VfL wäre er nach Olic, Dost, Vaclav Pilar, Kevin Pannewitz, Emanuel Pogatetz und Eigengewächs Patrick Drewes bereits der siebte Neuzugang. Der letzte würde er sicher nicht bleiben. Denn Felix Magath sucht weiter nach Verstärkungen, bevorzugt in der Defensive.



