VfL-Trainer Schmidt trauert vergebenen Chancen nach
Wolfsburg Wegen einer Unachtsamkeit reicht es für die A-Junioren des VfL gegen Schalke 04 nur zu einem 2:2 im Halbfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft.
Patrick Drewes leitete mit einem Patzer den späten Ausgleich der Gäste aus Gelsenkirchen ein. Der Torhüter, der erst vor wenigen Wochen einen Profi-Vertrag beim VfL unterschrieben hatte, segelte kurz vor Schluss an einem Eckball vorbei. Schalkes Nils Zander hatte am langen Pfosten keine Mühe, den Ball im leeren VfL-Tor unterzubringen (88.).
Damit brachten sich die Wolfsburger nach einer insgesamt guten Leistung um eine deutlich bessere Ausgangslage für das Rückspiel in drei Tagen bei Schalke 04. Sehr zum Ärger ihres Trainers. „Aufgrund der zweiten Hälfte wäre ein Sieg verdient gewesen. Deshalb ist das Ergebnis letztlich enttäuschend“, sagte Stephan Schmidt.
Denn die Wolfsburger waren über weite Strecken des Spieles tonangebend und drängten von Beginn an in Richtung des Schalker Gehäuses. Fast folgerichtig denn auch die Führung der Hausherren durch Kapitän Jonas Sonnenberg, der eine Hereingabe von Jungbin Park wuchtig per Kopf unter die Latte setzte (15.).
Danach kam es allerdings unerklärlicherweise zu einem Einbruch bei den Wolfsburgern, der kurz vor dem Halbzeitpfiff mit dem Ausgleich von Philipp Hofmann bestraft wurde (41.). „In der ersten Hälfte sind wir nach einem guten Start unter unseren Möglichkeiten geblieben, Schalke hatte gute Chancen. Wir waren zu verkrampft“, ärgerte sich VfL-Trainer Schmidt.
Im zweiten Durchgang fing sich sein Team jedoch wieder. „Nach der Pause haben wir aber wieder Druck gemacht und hatten viele Chancen. Eine davon müssen wir nutzen“, so Schmidt. Weil aber erneut nur Sonnenburg nach einem Patzer von Schalke-Keeper Lukas Raeder geistesgegenwärtig den Ball über die Linie drückte (80.), reichte es nur zur 2:1-Führung für den VfL. Zu wenig, wie sich in der 88. Minute zeigte…
•Halbfinal-Rückspiel um die Deutsche Meisterschaft: Schalke 04 - VfL Wolfsburg, Sonntag, 11 Uhr.



