VfL-Trainer Magath: Wir sind weiter als letzte Saison
Wolfsburg Das 0:0 beim FC Augsburg hat gezeigt, dass vor dem Team des VfL Wolfsburg noch viel Arbeit liegt – vor allem in der Offensive. Für Trainer Magath ist das aber kein Grund zur Sorge.
Ein Punkt gewonnen oder zwei liegengelassen? Das war die große Frage, die sich jeder beim VfL nach dem 0:0 am Freitag beim FC Augsburg stellte. Wolfsburgs Fußball-Bundesligist zeigte sich nach dem 0:4 gegen Hannover wieder stabiler, ein Sieg wäre möglich gewesen.
„Ein Punkt ist besser als nichts, aber wir hatten die Chancen, das Spiel zu gewinnen“, sagt Spielmacher Diego. Er sah seine Mannschaft vor allem in der Defensive gefestigter als noch bei der Niederlage gegen Hannover. Deshalb bewertete auch Trainer Felix Magath das Ergebnis positiv. „Ich bin nicht glücklich, aber zufrieden mit dem Punkt. Wir sind weiter als letzte Saison, so muss es sein“, meinte er.
Der Coach leugnete aber nicht, dass es beim VfL an einigen Stellen noch deutlich hakt. Vor allem das Spiel nach vorne war in Augsburg alles andere als ein Empfehlungsschreiben für einen internationalen Startplatz. Für Magath ist das aber (noch) kein Grund zur Sorge. „Wir haben eine neue Saison und müssen noch viele Dinge im Training einüben. Wenn dann mit Patrick Helmes, Vaclav Pilar und jetzt auch noch Bas Dost gleich drei Spieler ausfallen, ist es klar, dass es offensiv noch nicht so läuft. Da kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Magath.
Diese ging mit der fehlenden Durchschlagkraft selbstkritisch um. „Unser Spiel war nicht perfekt. Aber wir waren besser als gegen Hannover. Daran müssen wir anknüpfen“, sagte Diego. Das sah auch Innenverteidiger Emanuel Pogatetz so. „Defensiv war es okay, was wir gezeigt haben, nach vorne war es aber etwas zu wenig. Die Leistung war nicht schlecht, aber ein 0:0 ist nicht unser Anspruch“, so der Abwehrspieler. Für ihn hat der VfL in Augsburg deshalb eher zwei Punkte verpasst, als einen Zähler gewonnen. „Wir hatten zwar nicht viele Chancen, dafür zwei richtig gute, die wir nicht genutzt haben“, sagte Pogatetz. Auch wenn seine Enttäuschung darüber überwiegt, sieht er den VfL „auf dem richtigen Weg“. Jetzt fehlen nur noch die Tore.
