VfL-Trainer Hecking: Es ist kein Spieler abgefallen
Wolfsburg Seit Freitag ist der VfL wieder in der Heimat. Trainer Dieter Hecking und Manager Klaus Allofs zogen ein positives Fazit des Trainingslagers.
„Ich bin sehr zufrieden. Alle Spieler haben engagiert und konzentriert gearbeitet und bis auf Bas Dost haben wir keinen Verletzten. Auch Patrick Helmes hat einen Schritt nach vorne gemacht“, sagt der Coach. Für ein „abschließendes Urteil“ über alle Spieler sei es zwar nach der kurzen Zeit noch zu früh, so Hecking. „Das Wichtigste ist aber, dass kein Spieler von der Leistung her so abgefallen ist, dass ich gesagt hätte, mit dem kann ich nicht arbeiten“, sagt er. Er ist von seinem neuen Team insgesamt sehr angetan. „Ich habe eine leistungsbereite Mannschaft vorgefunden“, sagt Hecking. Auch der Zusammenhalt würde trotz der Kadergröße beim VfL stimmen. „Es gibt keine zwei, drei Spieler, die sich abkapseln. Ich habe das Gefühl, dass alle in einem Boot sitzen.“
Mit den drei Testspielen in der Türkei war der Coach ebenfalls zufrieden. „Gegen Besiktas sah das gut aus. Gegen Bremen haben wir verloren, trotzdem war die Leistung der Mannschaft, die so noch nie zusammengespielt hat, okay“, meint Hecking. Das mit Abstand beste Spiel hat sein Team aber im letzten Test gegen Standard Lüttich gezeigt. „Es wäre gut, wenn wir diese Leistung am nächsten Samstag gegen Stuttgart wiederholen können.“ Insgesamt ist er der Meinung, dass seine Mannschaft in den vergangenen Tage vor allem im taktischen Bereich einen Schritt nach vorne gemacht hat. Davon kann er sich am heutigen Samstag ein weiteres Mal beim Test gegen Hertha BSC (15.30 Uhr, VW-Arena) überzeugen.
Ob er in den nächsten Tagen seinen Kader reduzieren wird, ließ er offen. Es ist aber nicht damit zu rechnen, dass Hecking viele Spieler in die zweite Mannschaft abschieben wird, obwohl die Arbeit mit einem so großen Aufgebot nicht immer einfach ist. „Ich werde die Spieler wie Menschen behandeln. Sie haben alle gültige Verträge. Wir werden versuchen, das Problem mit vernünftiger Kommunikation zu lösen“, sagt Hecking.
Damit kommt er bei der Mannschaft gut an. „Ich habe den Eindruck, dass es zwischen Spielern und Trainer sehr gut passt und dass die Mannschaft nur darauf gewartet hat, in der Art und Weise zu arbeiten, wie es Dieter Hecking macht“, lobt Allofs den neuen Übungsleiter. Er hat die Arbeit des Trainers in den vergangenen Tagen aufmerksam verfolgt und sieht sich in seiner Entscheidung bestätigt, Hecking zum VfL zu holen. Die „Wölfe“ sind für den Rückrundenstart gut aufgestellt.

