VfL-Star Kjaer: Ich spiele nie mehr für Felix Magath
Wolfsburg Simon Kjaer soll nach seinem EM-Urlaub am Montag beim VfL vorstellig werden. Der Dänen-Verteidiger will aber nicht mehr in Wolfsburg spielen. Mit Diego läuft es offenbar besser.
Als Simon Kjaer nach einer starken WM in Südafrika 2010 zum VfL Wolfsburg ging, galt er als eines der größten Verteidigertalente Europas. Beim VfL und zuletzt auch beim AS Rom, an den der Däne ausgeliehen war, hatte Kjaer Probleme. Bei der EM in Polen und der Ukraine zeigte der Verteidiger wieder, warum der VfL ihn geholt hatte.
Einen Simon Kjaer in Topform könnte der VfL gut gebrauchen. Doch der Däne erklärte bereits mehrmals, dass er nur ungern nach Wolfsburg zurückkehren möchte. Jetzt sagte er der „Bild“ unmissverständlich: „Ich werde nie mehr für Magath spielen.“ Das Tischtuch mit Magath scheint zerrissen.
Bevor Kjaer nach drei Wochen EM-Urlaub zurückkehrt, kontert Magath aus dem Trainingslager im schleswig-holsteinischen Glücksburg gelassen: „Kjaer hat einen Vertrag beim VfL, nicht mit mir. Es gibt andere Profis, die sich in solchen Fällen cleverer äußern.“ Der FC Malaga und der AC Florenz zeigen bereits Interesse an Kjaer.
Wesentlich besser läuft es nach Aussage Magaths inzwischen mit einem weiteren Wolfsburger Problemfall. Im „Kicker“-Interview erklärte Magath: „Ja klar. Unser Verhältnis ist momentan einwandfrei. Ich schätze ihn als cleveren Profi ein“, sagte der VfL-Coach.
Diego würde zwar auch seine Interessen verfolgen, die er aber nicht so klar auf den Tisch legen würde. „Wir haben auf jeden Fall die Möglichkeit, mit Diego taktisch variabler zu sein. Ohne ihn fehlt uns ein zentraler Mann, der ein Spiel lenkt“, sagte Magath.
Diego soll ein wichtiger Baustein sein, um die hohen Ziele des Klubs zu verwirklichen. „Wir wollen, dass der VfL in absehbarer Zeit zu den besten Teams gehört. Nicht nur in Deutschland, auch in Europa“, sagte Magath.
Christian Träsch verliert in der VfL-Hierarchie indes an Boden. Der Defensivspieler soll sein Kapitänsamt beim VfL abgeben. Magath wird den 24-Jährigen in der kommenden Bundesliga-Saison nicht mehr als Mannschaftsführer benennen. „Nein, ich möchte einem Spieler mit der Binde helfen und ihn nicht belasten“, kündigte Magath an. „Ich denke, bei Christian war dieses Amt eher eine Belastung.“


