VfL: Konzept zur Sicherheit ist praxisfern
Wolfsburg Bei immer mehr deutschen Profi-Klubs regt sich Widerstand gegen das geplante Fußball-Sicherheitskonzept, auch beim VfL Wolfsburg. Eintracht Braunschweig ist noch unschlüssig.
Am Wochenende hatten bereits Hertha BSC Berlin, Union Berlin und der FC St. Pauli angekündigt, das Konzept abzulehnen, am Montag zogen Fortuna Düsseldorf und der VfL Wolfsburg nach. Große Inhalte des Positionspapier „Sicheres Stadionerlebnis“ seien „rechtlich bedenklich, unverhältnismäßig, praxisfern und damit nicht zielführend“, teilten die „Wölfe“ in einer Pressemitteilung mit.
Wenn das 32-seitige Positionspapier ohne Dialog mit den Fans umgesetzt werde, „befürchten wir einen unbedingt zu vermeidenden Anstieg von Gewalt sowie ein stark vermehrtes Abbrennen von Pyrotechnik in den Bundesliga-Stadien“, so der Verein weiter.
Das nach dem Sicherheitsgipfel in Berlin und der Innenministerkonferenz von DFL und DFB erarbeitete Konzept sieht unter anderen verschärfte Einlasskontrollen in den Stadien und reduzierte Kartenkontingente für Gäste-Fans bei Verstößen vor. Verabschiedet werden sollen die Maßnahmen für die neue Saison bei der DFL-Vollversammlung am 12. Dezember. Aus Sicht des VfL Wolfsburg bedarf das Konzept zuvor einer Überarbeitung, „weg vom Aktionismus, hin zu deutlich mehr Pragmatismus“.
Ursprünglich hatten bis Montag alle 36 Profiklubs Stellung zu dem Positionspapier beziehen sollen. Manche wie der FSV Mainz 05 und der 1. FC Nürnberg haben jedoch um eine Fristverlängerung gebeten. Das gilt auch für Eintracht Braunschweig. „Wir sind noch in der Abstimmung mit dem Fan-Rat und den großen Fan-Gruppierungen“, so Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.
