VfL ist in München klar unterlegen
München Der VfL Wolfsburg kommt in der Fußball-Bundesliga nicht auf die Beine. Bei Bayern München unterlag die Truppe von Felix Magath am Dienstag verdient mit 0:3 (0:1) und wartet seit vier Spielen auf einen Sieg.
Magath hatte seine Elf nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Fürth am Samstag auf zwei Positionen verändert. Marcel Schäfer und Simon Kjaer blieben auf der Bank, dafür begannen Robin Knoche, der nach seinem Handbruch mit einer Schiene spielte, und Josué im defensiven Mittelfeld. Thomas Kahlenberg rückte dafür ins zentrale Mittelfeld vor, Diego spielte auf der ungewohnten rechten Außenbahn.
Magath hatte vor der Partie bereits angekündigt, sein Heil im Konterfußball suchen zu wollen. Doch vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchener Arena fand der VfL offensiv so gut wie gar nicht statt. Der erste halbwegs gelungene Schuss auf das Bayern-Tor gelang Ricardo Rodriguez in der 45. Minute. Das lag vor allem an den kampfstarken Bayern, die deutlich mehr Biss als die Gäste an den Tag legten. Zudem zerstörten sich die VfL-Kicker die wenigen guten Ansätze durch unnötige Ballverluste immer wieder selbst.
So hielten die Bayern das Heft des Handelns fest in der Hand und bestimmten Spieltempo und -rhythmus. Über die Außen Arjen Robben und vor allem Franck Ribery, der auf der linken Bayern-Seite mit dem völlig überforderten Fagner Brummkreisel spielte, wurden permanent gefährliche Angriffe gefahren. Allein der mangelhaften Chancenverwertung der Münchner und dem überragenden Diego Benaglio im VfL-Tor war es zu verdanken, dass der VfL nicht schon in der ersten Hälfte aussichtslos zurücklag, sondern „nur“ einen Treffer von Bastian Schweinsteiger verdauen musste.
Doch auch die zweite Hälfte brachte aus VfL-Sicht keine Besserung. Die Wolfsburger kamen unverändert aus der Kabine, was sowohl für die Aufstellung als auch die spielerische Darbietung gilt. Beinahe staunend wurde den Offensivdarbietungen der Münchner zugeschaut, die zwar etwas weniger Gas gaben, aber immer noch problemlos das Sagen in der Arena hatten. Beinah zwangsläufig konnten die Bayern denn auch ausgerechnet durch den Doppelpack des Ex-Wolfsburgers Mario Mandzukic auf 3:0 erhöhen (57./65.).
Nach dem erschreckenden Auftritt der Wolfsburger, die sich offenbar bereits vor dem Anpfiff in ihre Außenseiterrolle gefügt hatten, steht der VfL nun im Heimspiel am Sonntag gegen Mainz unter absolutem Siegzwang. Bleibt ein Dreier aus, ist der Fehlstart endgültig perfekt.

