VfL hadert mit seiner Chancenverwertung in Gladbach
Wolfsburg Es war eine bittere Niederlage, die der VfL Wolfsburg in Mönchengladbach kassierte. Die „Wölfe“ waren die bessere Mannschaft, schossen aber keine Tore
Verständlich, dass die Spieler des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten sehr enttäuscht über die 0:2-Pleite waren. „Wir haben besser gespielt, aber der Gegner hat die Tore gemacht. Das war der Unterschied“, haderte Spielmacher Diego mit der Chancencerwertung seiner Mannschaft. Der VfL ließ in Mönchengladbach gleich eine Reihe guter Möglichkeiten aus. Ganz anders die Hausherren: Die Gladbacher zeigten sich vor allem in der ersten Hälfte sehr effizient, machten aus zwei Chancen zwei Tore. Dazu meinte Wolfsburgs Linksverteidiger Marcel Schäfer: „In der ersten Halbzeit wissen wir selber nicht, wie wir 0:2 zurückliegen.“
Auch Diego konnte die schwache Torausbeute seiner Mannschaft nicht fassen. „In diesem Punkt müssen wir uns verbessern“, forderte er. Mitspieler Jan Polak sah das ähnlich. „Wir waren die bessere Mannschaft, haben aber zwei dumme Tore gekriegt“, ärgerte sich der defensive Mittelfeldspieler.
Durch die unnötige Niederlage in Mönchengladbach hat der Aufwärtstrend der „Wölfe“ unter Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner nach dem 1:1 im Heimspiel gegen Werder Bremen einen weiteren Dämpfer erhalten. Statt auf die Europapokal-Plätze schielen zu können, muss sich der VfL nun wieder nach unten orientieren. Die Wolfsburger rutschten auf den 15. Tabellenplatz ab, haben drei Punkte Vorsprung vor Hoffenheim auf dem Relegationsplatz. Dabei hatte VW-Boss Martin Winterkorn nach dem Bremen-Spiel bereits wieder von den hohen Zielen des Klubs gesprochen. Neu-Manager Klaus Allofs sieht das aber als das falsche Signal an – vor allem nach dem gestrigen Ergebnis. „Über Wettbewerbe brauchen wir nicht zu reden. Unsere Aufgabe ist es, Punkte zu holen“, forderte Allofs.
Er sah ebenfalls eine gute Wolfsburger Mannschaft, die aber ihre Leistung nicht in Tore ummünzen konnte. „Es hat die letzte Konsequenz und das Zwingende bei uns gefehlt. Für die Spieler ist das frustrierend, weil sie viel Aufwand betrieben haben“, verstand Allofs den Ärger seiner Spieler.
Trotzdem wollte er das Bild seines neuen Klubs nicht zu negativ malen. „Ich bin kein Schwarzseher, wir haben ordentlich bis gut gespielt. Die Mannschaft hat trotz des Rückstands bis zum Schluss alles versucht. Das bewerte ich positiv“, sagte Allofs.


