VfL-Frauen im Achtelfinale der Champions League
Wolfsburg Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben das Achtelfinale der Champions League erreicht. Nach dem 5:1 im Hinspiel gewannen sie die zweite Partie gegen Polens Meister Unia Raciborz mit 6:1 (1:1).
Nur in den ersten 45 Minuten hatte sich der Bundesligist vor 785 Zuschauern im heimischen Stadion am Elsterweg schwer getan. Doch dann kam Conny Pohlers. Mit zwei Treffern sorgte sie für die Wende. Die Stürmerin saß zunächst nur auf der Ersatzbank, wurde aber von Trainer Ralf Kellermann kurz vor dem Pausenpfiff für Innenverteidiger Lena Goeßling eingewechselt.
Und Pohlers machte das, wofür sie als Torjäger bekannt ist: Sie traf zwei Minuten nach ihrer Einwechslung praktisch mit dem Pausenpfiff. Nach einem Kopfball von Keßler scheiterte Martina Müller noch im ersten Versuch, doch Pohlers stand danach genau richtig.
Es war das 1:1 in einem Spiel, das der VfL zwar weitestgehend bestimmt hatte, in dem er aber trotzdem in Rückstand geraten war. Vor allem in den ersten Minuten ließen die Wolfsburgerinnen Chancen im Minutentakt aus. Das rächte sich. Nach einer Unstimmigkeit zwischen Nadine Keßler und Laura Vetterlein spielten die Polinnen Doppelpass, Agata Tarczynska traf zum 0:1 (33. Minute).
Danach tat sich der VfL schwer, zurück ins Spiel zu finden. Deshalb reagierte Kellermann, brachte Pohlers für Goeßling und stellte auf drei Spitzen um. Der Plan ging bereits zwei Minuten später mit Pohlers Tor auf. Nach dem Ausgleich war der VfL in der zweiten Hälfte wieder druckvoller und nun auch zielstrebiger. Pohlers legte kurz nach dem Seitenwechsel ihren zweiten Treffer nach (49.).
Anschließend war es eine leichte Angelegenheit für den VfL. Mit einem Doppelpack brachte Keßler (57., 58.) die Wolfsburgerinnen endgültig auf die Siegerstraße. Mit einer Flanke, die zu einem erfolgreichen Torschuss mutierte, sicherte Verena Faißt (70.) wenig später das 5:1, Viola Odebrecht stellte schließlich in der Nachspielzeit den Endstand her.
