VfL bestreitet Trainingsauftakt mit vier Rückkehrern
Wolfsburg Viele Fragen stellen sich vor dem Trainingsauftakt des VfL. Die spannendste: Wie fällt das Wiedersehen zwischen Diego und Trainer Felix Magath aus?
In den vergangenen Monaten war viel über das Verhältnis zwischen dem brasilianischen Spielmacher und dem Coach des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten spekuliert worden. Von einer Fortsetzung der „Eiszeit“ bis zu einer Begnadigung des eigenwilligen Stars, der als Gewinner der Europa-Liga von Atletico Madrid zum VfL zurückkehrt, scheint alles möglich. Nach wie vor plädieren beide Seiten aber für eine Trennung. Diego möchte weiter für Madrid spielen. Magath will den Brasilianer verkaufen. Doch auch das verbriefte Interesse von Atletico macht die Sache nicht einfacher, denn bei einem Diego-Transfer geht es vor allem um viel Geld. Angeblich ist nun auch der russische Erstligist Lokomotive Moskau in den Poker einstiegen und bietet fast zehn Millionen Euro für den Spielmacher. Trotzdem ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Mittelfeldspieler in den nächsten Tagen und Wochen beim VfL trainiert.
Zu Beginn der vergangenen Spielzeit hatte Magath Diego diese Möglichkeit eingeräumt, ihn in allen Vorbereitungsspielen aber konsequent draußen gelassen. Möglicherweise wiederholt sich jetzt dieses Spielchen, auch wenn einige Aussagen Magaths vermuten lassen, dass er sich inzwischen eine Zusammenarbeit mit dem Spieler unter gewissen Umständen durchaus wieder vorstellen kann.
Doch Diego ist nicht der Einzige, der beim Trainingsauftakt der „Wölfe“ am Montag im Fokus steht. Zum Start der Vorbereitung auf die neue Saison kehren gleich mehrere zuletzt ausgeliehene Spieler zum VfL zurück. Bis gestern Abend hatten auch Peter Pekarik, Sotirios Kyrgiakos und Srdjan Lakic noch keinen neuen Verein gefunden und haben sich deshalb ebenfalls von 16 Uhr an auf den Trainingsplätzen an der VW-Arena einzufinden. Eine Ausnahme gibt es für Tuncay Sanli. Der Türke hat freibekommen, um sich einen neuen Klub zu suchen. Zuletzt zeigten einige türkische Erstligisten an dem Mittelfeldspieler Interesse.
Thomas Kahlenberg und Simon Kjaer fehlen ebenfalls beim Trainingsauftakt. Sie haben drei Wochen länger frei, weil sie im EM-Kader Dänemarks standen. Das gilt auch für die anderen Nationalspieler. Die Tschechen Petr Jiracek und Vaclav Pilar, der Japaner Makoto Hasebe sowie der Deutsch-Iraner Ashkan Dejagah steigen später in die Saison-Vorbereitung ein.

