VfL-Aufsichtsrat und Uli Hoeneß setzen Magath unter Druck
Wolfsburg Trainer Felix Magath muss sich gegenüber dem Aufsichtsrat für die Krise beim Tabellenletzten VfL Wolfsburg rechtfertigen. Auch von Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß gibt es Kritik.
Auf einer Veranstaltung am Montagabend vor Vertretern aus Politik und Wirtschaft kritisierte Hoeneß den Ex-Bayern-Coach für dessen Arbeit und Menschenführung. „Wenn eine Mannschaft, die so gut besetzt ist wie nie, plötzlich nicht mehr laufen will, sind die Spieler entweder vom Training kaputt oder sie spielen gegen den Trainer“, sagte Hoeneß.
Auch in Magaths Zeit beim deutschen Rekordmeister habe es trotz der Erfolge beim FC Bayern Probleme im zwischenmenschlichen Bereich gegeben. „Wenn du es mit zwei Titeln in Folge schaffst, 80 Prozent der Spieler gegen dich zu kriegen, dann muss da etwas nicht stimmen. Das scheint auch das Problem in Wolfsburg zu sein“, meinte Hoeneß. Magath hatte in seiner Zeit in München zwischen 2004 und 2007 zweimal das Double gewonnen, war aber 2007 beurlaubt worden.
Magath nahm Hoeneß’ Kritik äußerlich ungerührt zur Kenntnis. „Das interessiert mich nicht. Herr Hoeneß kann doch zu allem etwas sagen. Als Tabellenführer wird man ja gerne zu allen Themen gehört“, sagte Magath nur.
Rückendeckung bekam der VfL-Trainer von Emanuel Pogatetz. Hoeneß’ Aussagen seien „kompletter Blödsinn“, meinte der Wolfsburger Innenverteidiger. „In erster Linie spielen wir für den VfL und nicht für den Trainer. Wir Spieler haben eine riesige Verantwortung gegenüber dem Verein und der ganzen Region“, meinte Pogatetz.



