VfL-Aufsichtsrat gibt Magath Rückendeckung
Wolfsburg Vor dem Spiel gegen Freiburg hat Trainer Felix Magath Rückendeckung aus dem VfL-Aufsichtsrat erhalten. Vize Stephan Grühsem nahm den Coach in Schutz.
Deutliche Kritik gab es dafür an der Mannschaft des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Viele Spieler würden derzeit deutlich unter ihren Möglichkeiten bleiben, sagt der Kommunikationschef des Volkswagen-Konzerns und Sprecher des VfL-Aufsichtsrats im Gespräch mit unserer Zeitung. Das will das Gremium nicht mehr hinnehmen. In den nächsten Spielen gegen Freiburg, Düsseldorf und Nürnberg müsse sich die größere individuelle Klasse der Wolfsburger Spieler endlich auch in besseren Ergebnissen niederschlagen. „Wir nehmen die Mannschaft in die Pflicht. Sie ist gefordert. Wir erwarten von den Spielern Kampfgeist und Leidenschaft“, sagt Grühsem. Bisher sei davon in den sieben Saisonspielen kaum etwas zu sehen gewesen, die schwache Bilanz mit fünf Punkten und 2:13 Toren die logische Konsequenz.
Wegen der schwachen Auftritte steht auch Magath in der Kritik. Er muss sich von Fans und Medien Vorwürfe wegen seiner Transferpolitik, Taktik und Personalwechsel gefallen lassen. Doch noch steht der Aufsichtsrat hinter dem Trainer und Manager, der die „Wölfe“ 2009 zur Meisterschaft führte. „Es fokussiert sich viel zu viel Aufmerksamkeit auf den Trainer, dahinter können sich die Spieler manchmal allzu leicht verstecken“, sagt Grühsem.
Vor allem die Erfahrungen mit den letzten Trainerwechseln beim VfL hat die Mitglieder des Aufsichtsrats vorsichtig werden lassen. Dass die beiden Ex-Trainer Armin Veh und Steve McClaren, die beide in Wolfsburg scheiterten, bei ihren aktuellen Klubs wieder Erfolg haben, ist den VfL-Machern nicht verborgen geblieben. Eine Punktevorgabe für Magath in den nächsten Spielen wird es nicht geben. Der Coach sitzt fest im Sattel, für die Spieler wird es aber ungemütlich.
