Trostlose Nullnummer: VfL Wolfsburg spielt 0:0
Wolfsburg Torlos und trostlos! Der VfL Wolfsburg und der FC Augsburg haben den 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einer unansehnlichen Nullnummer eröffnet.
Die Wiedergutmachung des VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga ist nur halb geglückt. Ein 0:0 beim FC Augsburg brachte einen Punkt, doch der VfL spielte schwach.
VfL-Trainer Felix Magath sorgte in Augsburg mit seiner Aufstellung für eine faustdicke Überraschung. Unerwartet fanden sich die vor einigen Wochen noch abgeschriebenen Simon Kjaer und Thomas Kahlenberg in der Startelf wieder und bildeten das zentrale defensive Mittelfeld. Magath setzte gegen den FCA auf eine dänische Doppelsechs. Dafür saßen Josué und der angeschlagene Stürmer Bas Dost (Adduktorenprobleme) auf der Ersatzbank. Außerdem rückte Marcel Schäfer von der Zentrale auf die linke Seite im Mittelfeld.
Die vielen Umstellungen trugen aber nur bedingt Früchte. In der Defensive stand der VfL zwar besser als zuletzt gegen Hannover. Emanuel Pogatetz räumte in der Innenverteidigung zuverlässig alle hohen Bälle ab, auf der linken Abwehrseite zeigte Ricardo Rodriguez eine konzentrierte Vorstellung und Kjaer trug zu Kompaktheit des Defensivverbundes bei. Doch nach vorne ging dafür so gut wie nichts. Schäfer fand gar nicht ins Spiel. Kahlenberg bemühte sich um Ordnung, aber ihm war die fehlende Spielpraxis anzumerken.
Die einzige richtige Chance der Wolfsburger in der ersten Hälfte hatte Diego. Der Brasilianer bekam von Vieirinha einen Ball zurückgelegt, konnte mit seinem Schuss den Augsburger Torwart Mohamed Amsif aber nicht überwinden (17. Minute). Die Gastgeber waren nur unwesentlich torgefährlicher. Den größten Schreck hatten die 300 mitgereisten VfL-Fans in der fünften Minute zu verkraften, als Naldo einen Schuss von Aristide Bance abfälschte, der als Bogenlampe auf dem Netz des Wolfsburger Tores aufsetze.
Nach dem Seitenwechsel sah es nur kurz so aus, als würde sich das Niveau der Partie bessern. Der VfL kam mit Schwung aus der Kabine, Vieirinha prüfte Amsif mit einem satten Schuss (48.). Danach verflachte das Spiel aber wieder. Auf beiden Seiten beherrschten Kampf und Krampf das Geschehen. Spielerischen Glanz vermissten die 28 512 Zuschauer im Augsburger Stadion völlig.
Mitte der zweiten Hälfte wollte Magath mehr für die Offensive seiner Mannschaft tun und brachte Dost für Vieirinha. Und der Niederländer war an der besten Chance des VfL in Hälfte 2 beteiligt. Per Kopf legte er nach einer Flanke von Ivica Olic für Kahlenberg, der knapp an Amsif scheiterte. Es war der Auftakt für eine Wolfsburger Schlussoffensive. Die blieb aber ebenfalls erfolglos wie Augsburger Konter.


