Träsch ersetzt den gesperrten Josué in der VfL-Startelf
Wolfsburg Normalerweise lieben Fußballer Heimspiele. Beim VfL ist das anders. Während auswärts bisher drei Siege gelangen, gab es zu Hause nur einen Erfolg.
Beim VfL ist man daher nicht unglücklich, dass nun ein Auswärtsspiel in Mönchengladbach ansteht. So gut wie sicher ist inzwischen, dass Trainer Lorenz-Günther auch bei einem Misserfolg bis zur Winterpause weitermacht. „Gehen sie fest davon aus“, sagte Manager Klaus Allofs auf die Frage, ob der Interimscoach auch in den nächsten Spielen die Verantwortung trägt. Eine Überraschung ist das aber nicht. Es hatte sich bereits angedeutet, dass Köstner mindestens die Hinrunde zu Ende machen darf, bevor beim VfL eine endgültige Entscheidung in der Trainerfrage gefallen ist.
Für Köstner und die Mannschaft bedeutet das aber trotzdem ein Stück Klarheit. Sie wollen mit einem Sieg in Gladbach ihren Aufwärtstrend fortsetzen, der durch das Remis gegen Bremen nur einen kleinen Dämpfer erhalten hat. „Ich denke, wir sind aus diesem Spiel gestärkt herausgegangen. Wir haben nach dem 0:1 gut gekämpft und vor allem in der zweiten Hälfte eine gute Leistung gezeigt“, lobt Köstner.
Er muss sich allerdings erstmals Gedanken über eine andere Startformation machen. Mittelfeldspieler Josué ist wegen seiner fünften gelben Karte gesperrt, ihn wird wahrscheinlich Christian Träsch ersetzen. „Die Tendenz geht zu ihm. Makoto Hasebe könnte auch auf der Doppelsechs spielen, ist im Moment aber für uns auf Außen wertvoller“, sagt Köstner. Außerdem habe sich Träsch in den vergangenen Trainingseinheiten als Option aufgedrängt. „Christian hat speziell in der letzten Woche einen Schritt nach vorne gemacht. Wir müssen jetzt sehen, ob er auch entschlussfreudig ist, vor allem im Abschluss. Er hat einen guten Schuss, kann auch aus der zweiten Reihe schießen“, erwartet Köstner von dem Ex-Kapitän mehr Torgefahr.
In erster Linie hofft er allerdings, dass seine Mannschaft erneut kompakt in der Defensive steht. Das gelang zuletzt, allerdings mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass die „Wölfe“ in jeder Partie einen Treffer kassierten. „Es wird noch einige Zeit dauern, bis wir unser Torverhältnis positiv gestaltet haben“, sagt Köstner. Zumindest der Anfang wurde zuletzt aber gemacht.
