Starker VfL-Auftritt macht Hoffnung für die Rückrunde
Belek Das sah gut aus: Der VfL Wolfsburg hat kurz vor dem Ende des Trainingslagers im türkischen Belek Selbstvertrauen getankt.
Gegen den belgischen Erstligisten Standard Lüttich gewann der Fußball-Bundesligist souverän mit 3:1 (2:0), lieferte teilweise eine sehr starke Leistung ab.
VfL-Trainer Dieter Hecking bot seine im Moment vermeintlich stärkste Elf auf. Allein, dass Ricardo Rodriguez den Vorzug vor Marcel Schäfer als Linksverteidiger erhielt, war eine kleine Überraschung. Ansonsten sah die VfL-Formation so aus, wie man sie auch beim Rückrunden-Auftakt gegen den VfB Stuttgart nächste Woche Samstag erwarten kann. Neuzugang Ivan Perisic gab sein Debüt im VfL-Trikot.
In der ersten Hälfte lieferten die Wolfsburger eine starke Leistung ab. Bis auf wenige Ausnahmen ließen sie in der Defensive kaum Chancen der Belgier zu, dazu spielten sie flüssig und gut nach vorne. Nachdem Ivica Olic mit einem Kopfball die erste Chance des Spiels gehabt hatte (8. Minute), erspielten sich die „Wölfe“ eine Möglichkeit nach der anderen. Zweimal resultierten daraus Treffer. Das 1:0 durch Vieirinha bereitete wie gegen Besiktas Istanbul Rodriguez mit einer Flanke vor (13.). Den zweiten Treffer erzielte Alexander Madlung per Kopf nach einem schönen Freistoß von Diego (23.). „Die ersten 20 Minuten haben wir richtig klasse gespielt“, lobte Hecking seine Mannschaft.
Nach dem Seitenwechsel brauchten die Wolfsburger etwas, bis sie wieder an ihre Leistung vor der Pause anknüpfen konnten. Fast hätte Maor Buzaglo das erste Tor für Lüttich erzielt. Doch der Stürmer legte sich nach einem Stellungsfehler der „Wölfe“ den Ball zu weit vor, Torwart Diego Benaglio kam raus und konnte klären (60.).
Somit blieb der nächste Treffer des Spiels Neuzugang Perisic vorbehalten. Der VfL-Mittelfeldspieler bekam eine Hereingabe des eingewechselten Schäfers direkt auf den Fuß und erzielte mit einem Flachschuss aus etwa elf Metern Entfernung sein erstes Tor für seinen neuen Klub.
Leider gelang es dem VfL nicht, zu null zu spielen. Das lag aber vor allem am Schiedsrichter. Er zeigte in der Nachspielzeit nach einem fairen Kopfballduell von Jan Polak mit seinem Gegenspieler zur Überraschung aller auf den Punkt. Ignacio Gatti verwandelte zum 1:3. Hecking war trotzdem zufrieden. „Das war ein sehr gutes Testspiel. Man sieht, dass die Mannschaft spielen will“, lobte er die Kombinationsfreude seines Teams.
VfL Wolfsburg: Benaglio – Fagner (46. Medojevic), Madlung (67. Knoche), Kjaer, Rodriguez (63. Klich) – Träsch, Polak – Vieirinha (46. Schäfer), Diego, Perisic (73. Hasani) – Olic.
Standard Lüttich: Kawashima (32. Moris) – Opare, Kanu, Cinan, Poconjoli (46. Van Damme) – Vainqeur (63. Phellype), Asdarevic – Delogu (37. Buzaglo/80. Biton), Mpoku (63. Cissé) - Batshiuayi (63. Gatti), Reza.


