Simon Kjaer hat doch noch eine Zukunft beim VfL
Wolfsburg Simon Kjaer macht beim VfL den Diego. Wie der Brasilianer wollte der Däne eigentlich gehen, wird wohl aber nun ebenfalls bei den „Wölfen“ bleiben.
„Wir wollten uns eigentlich trennen, aber bisher ließ sich ein Transfer nicht realisieren. Deshalb habe ich noch einmal mit Simon gesprochen. Es sieht so aus, als würden wir weiter zusammenarbeiten“, sagt VfL-Trainer Felix Magath.
Gestern ließ er den 23-jährigen Abwehrspieler erstmals wieder bei den Profis mittrainieren, nachdem dieser in den Wochen zuvor ausschließlich bei der zweiten Mannschaft mitmischte.
„Simon hat seine Situation inzwischen akzeptiert und selbst gesagt, dass er anfangs mit dem Kopf nicht bei uns war“, fügt Magath hinzu. Er ist zuversichtlich, dass der dänische Nationalspieler in den nächsten Wochen einen anderen Eindruck beim VfL-Training machen wird.
Kjaer steht seit 2010 in Wolfsburg unter Vertrag, war jedoch in der vergangenen Saison an den italienischen Erstligisten AS Rom ausgeliehen. Die Römer besaßen zwar eine Kaufoption über sieben Millionen Euro für den Abwehrmann, machten davon aber keinen Gebrauch. Auch andere Interessenten schreckten bisher vor der Ablöse sowie den hohen Gehaltsvorstellungen des Dänen zurück.
Daher sieht es im Moment danach aus, dass Magath und Kjaer in den nächsten Monaten miteinander auskommen müssen, auch wenn beide zuvor die Trennung suchten. Der VfL-Coach blickt dennoch positiv nach vorne. „Simon ist ein Spieler, der viele Fähigkeiten hat, aber er muss sich auch anpassen. Wenn er das macht, spricht nichts dagegen, dass er bei uns gute Leistungen bringt.“
Dass Kjaer mit seiner Aussage vor dem Saisonstart, nie mehr unter Magath spielen zu wollen, unnötig Öl ins Feuer gegossen hat, spielt für den Wolfsburger Trainer keine Rolle mehr. „Es interessiert mich nicht, was er da angeblich gesagt haben soll“, unterstricht Magath den Neuanfang zwischen Spieler und Coach. Ob daraus aber eine gemeinsame Erfolgsgeschichte wird, bleibt abzuwarten. Bei einem guten Angebot kann Kjaer nämlich weiter den Verein verlassen.


