Schwierige Situation für VfL-Japaner Hasebe
Wolfsburg In dieser Saison hat Makoto Hasebe beim VfL Wolfsburg einen schweren Stand. Doch der Japaner will nicht aufgeben.
Zu den gesetzten Spielern hat Makoto Hasebe beim VfL Wolfsburg so richtig noch nie gehört. Der Japaner pendelte bei Wolfsburgs Fußball-Bundesligist immer zwischen Startelf und Ersatzbank. Sich mehrere Spiele in Folge auf der Tribüne wiederzufinden, ist für den Mittelfeldspieler aber neu.
„Das ist eine schwierige Situation für mich, aber ich muss trotzdem weitermachen. Ich gebe alles für die Mannschaft“, sagt Hasebe. Er stand in der abgelaufenen Transferperiode beim VfL bereits kurz vor dem Absprung, prüfte Angebote aus England und Japan. Wolfsburgs Trainer Felix Magath war bereit, das Mitglied der Meistermannschaft abzugeben. „Ich wäre gerne nach England gewechselt, aber das hat nicht geklappt. Für mich ist das Thema damit abgehakt“, sagt Hasebe.
Er spielt seit Januar 2008 beim VfL. In dieser Zeit hat sich der Japaner einen Ruf als zuverlässiger Mannschaftsspieler erarbeitet. Trotz seiner geplatzten Wechsel-Absichten ist der 28-Jährige niemand, der sich hängenlässt. „Natürlich habe ich hier in Wolfsburg gute Konkurrenz, aber wenn ich gut trainiere, werde wieder meine Chance bekommen“, vermeidet es Hasebe, sich auch nur im Ansatz über seine Reservistenrolle zu beschweren. Dass er bei guten Leistungen den Weg zurück in die Startelf schaffen kann, habe ihm Magath in einem persönlichen Gespräch zugesichert.
Vielleicht gelingt die Rückkehr sogar schneller als gedacht. Denn auf Hasebes Lieblingsposition, der Doppelsechs, wird bei den „Wölfen“ im Moment munter experimentiert. Josué, Marcel Schäfer, Robin Knoche, Jan Polak sowie zuletzt Simon Kjaer und Thomas Kahlenberg durften sich in dieser Saison dort bereits versuchen. Unverzichtbar hat sich bisher keiner von ihnen gemacht. Diesen Status hat sich Hasebe zumindest in der japanischen Nationalmannschaft bereits erarbeitet. In den vergangenen Jahren führte dort im zentralen Mittelfeld kein Weg an ihm vorbei. „Natürlich möchte ich gerne auf der Sechs spielen, aber am Wichtigsten ist, dass ich überhaupt zum Einsatz komme. Ich hoffe, dass ich bald wieder meine Chance bekomme“, sagt Hasebe. Große Worte waren noch nie seine Sache, gute Leistungen dagegen schon.
