Polizeihunde sollen Pyrotechnik erschnüffeln
Hannover Pyrotechnik soll aus Fußballstadien verbannt werden. In Hannover erschnüffeln bald zwei Hunde das verbotene Feuerwerk. Sie sollen auch in Wolfsburg und Braunschweig eingesetzt werden.
Sie riechen bengalische Feuer, Knallkörper und Rauchbomben schon beim Einschmuggeln ins Stadion: Die Vierbeiner Rockey und Chico sollen im Auftrag des Innenministers gefährliche Fan-Aktionen verhindern.
Seit längerem hat Innenminister Uwe Schünemann (CDU) der sogenannten Pyrotechnik im Stadion den Kampf angesagt. „Der Einsatz ist gefährlich“, so der Minister vor einigen Wochen, er müsse gestoppt werden. Durch einen Knallkörper waren im Vorjahr 33 Menschen beim Spiel des VfL Osnabrück gegen und Preußen Münster verletzt worden, zum Teil schwer. Bis zu 1600 Grad heiß würden die Artikel, es drohten schreckliche Verletzungen, sagte Schünemann.
Gestern präsentierte Schünemann im Innenhof seines Ministeriums neue Verbündete im Kampf gegen Auswüchse im Stadion. Mit dem Golden Retriever Rockey und dem Border Collie „Chico“ sollen zur neuen Saison zwei Hunde zum Aufspüren der Pyrotechnik eingesetzt werden – laut Ministerium bundesweit einmalig. Vor allem bei den Heimspielen von Hannover 96, aber auch beim Bundesligisten VfL Wolfsburg sollen beide auf jeden Fall zum Einsatz kommen. Am Freitag hat der Minister auch die Verantwortlichen von Eintracht Braunschweig und des VfL Osnabrück sowie die Oberbürgermeister geladen.
„Die Hunde wurden in einer elfwöchigen Ausbildung geschult“, betonte Schünemann. Sie spürten Pyrotechnik nicht nur an Personen, sondern auch an Gegenständen auf. „Das wird es Störern sehr erschweren, weiterhin Bengalos, Knallkörper oder Rauchbomben in das Stadion zu nehmen“, so Schünemann. Selbst der Trick, die Artikel zu zerlegen, werde nicht helfen.



