Platzverweis – VfL-Talent Knoche kämpft mit den Tränen
Wolfsburg Es war ein rabenschwarzer Tag für Robin Knoche. Das VfL-Talent sah 20 Minuten nach seiner Einwechslung Gelb-Rot, war danach untröstlich.
Als er vom Platz musste, wollte Robin Knoche sein Gesicht hinter seinem Trikot verstecken. Der junge Defensivspieler des Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg stieß einen lauten Wutschrei Richtung Himmel aus, zupfte sein Jersey aus der Hose, zog es sich über den Kopf. Mit Gelb-Rot vom Platz. Nur 20 Minuten nach der Einwechslung. Der 20-Jährige kämpfte schwer mit den Tränen. Co-Trainer Andries Jonker tröstete den VfL-Youngster und begleitete ihn auf seinem bitteren Weg in die Kabine.
In der 46. Minute gegen Hannover 96 beim Stand von 0:2 hatte Trainer Felix Magath Knoche für Josué eingewechselt. Er wollte einen kopfballstarken Spieler im zentralen Mittelfeld haben, wo der VfL bis dahin den 96ern total unterlegen war. Der Plan ging nicht auf. Kurz nach der Pause erzielten die Gäste zwei weitere Treffer. Knoche machte keinen besseren Eindruck als seine Kollegen und foulte zweimal. Beide Male gab es Gelb.
Von seinem Trainer wird er in dieser Woche aber wahrscheinlich trotzdem keine Standpauke erhalten. „Robin ist ein ganz lieber Kerl. Beim DFB sollte man sich mal fragen, ob es tatsächlich richtig ist, einen solch jungen Spieler, der etwas falsch macht, für ein Spiel oder zwei Spiele draußen zu lassen. Das halte ich für überzogen“, nahm Magath seinen Schützling in Schutz. Er würde anscheinend für junge Spieler eine flexiblere Regelung bei den gelb-roten Karten sehen. Dabei fand er die Einzelentscheidungen von Schiedsrichter Wolfgang Stark nicht grundlegend falsch. „Das erste Foul war Übereifer. Das zweite habe ich nicht sehen können, aber es war bestimmt kein böses Foul“, brach Magath eine Lanze für seinen Spieler.
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