Pflichtsieg ohne Glamour-Faktor für den VfL
Wolfsburg Mit 5:0 (3:0) setzte sich der VfL ohne Probleme beim sechstklassigen FC Schönberg 95 durch. Dennoch wartet noch Arbeit auf Trainer Felix Magath.
Wie zuvor angekündigt hatte Magath auf eine 4-3-3-Formation gesetzt, wobei Diego vorgerückt in der Mittelfeldzentrale agierte und mit den Außen Ivica Olic (links) und Vieirinha (rechts) sowie Bas Dost als zentralem Stürmer eine Offensivraute bildete. Das defensive Mittelfeld bestand aus Marcel Schäfer und Christian Träsch.
Dort hakte es jedoch gewaltig. Schäfer zeigte zwar den gewohnten Einsatz und Biss, doch fehlte ihm auf der ungewohnten Position die Sicherheit. Träsch war vor allem in der ersten Halbzeit mehr damit beschäftigt, Ruhe in sein Spiel zu bringen, als konstruktiv am Spielaufabau teilzunehmen. Als optimale Besetzung für die Doppelsechs empfahlen sich die beiden nicht.
Zudem ging der gesamte VfL in der Anfangsphase etwas unkonzentriert zu Werke, was der Verbandsligist angenehm unbekümmert zu Schussversuchen auf das VfL-Tor nutzte. Allein es fehlte an der Qualität, mehr Kapital aus den Freiräumen zu schlagen. „Am Anfang war die ein oder andere Unebenheit in unserem Spiel. Dann haben wir die Partie in den Griff bekommen“, sagte Magath. „Wichtig war das erste Tor. Bis dahin war Schönberg im Spiel. Danach haben wir die Partie nach Hause gespielt.“
Allerdings bedurfte es beim 1:0 der Mithilfe von Schiedsrichter Robert Kampka, der die stark abseitsverdächtige Position von Olic nicht ahndete. Zu gönnen war es dem Kroaten, der in Punkto Fleiß und Einsatzbereitschaft alle Erwartungen erfüllte und sich mit seinen drei Treffern selbst ordentlich belohnte.
Der zweite Lichtblick des Abends war Diego, der unermüdlich rackerte, immer wieder seine Genialität am Ball aufblitzen ließ und seine Mitspieler in Szene setzte. Der Brasilianer suchte vor allem Vieirinha, dem jedoch die fehlende Spielpraxis deutlich anzumerken war. Die Ideen des Portugiesen waren gut, die Ausführung oftmals nicht.
Weil die Kräfte bei den Amateuren bald nachließen, war der Sieg des VfL nie ernstlich in Gefahr. „Wir haben unsere Pflichtaufgabe erfüllt. Solch eine Partie ist undankbar, denn alle hoffen auf eine Sensation“, sagte Emanuel Pogatetz, der in der zu dreiviertel runderneuerten VfL-Abwehr nach anfänglichen Wacklern zum erhofften Stabilisator und Organisator wurde. „Wo wir stehen, werden wir erst nach ein paar Spieltagen sagen können.“
Positiv immerhin, dass sich der VfL auch im Schongang noch ein paar Chancen gegen den platten Sechstligisten erspielte. Allerdings wurden diese teils kläglich vergeben, was sich in der Bundesliga bitter rächen würde. Dennoch überwog bei Magath am Ende die Freude über den geglückten Start: „Die Mannschaft muss sich noch einspielen. Es ist klar, dass wir nicht von Beginn an überragenden Fußball spielen werden. Aber die Mannschaft hat gezeigt, dass Potenzial in ihr steckt.“
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VfL meistert
erste Runde
im Pokal
problemlos
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