Petr Jiracek: Die EM hat uns viel Erfahrung gegeben
Wolfsburg Schade! Die EM ist für den VfL Wolfsburg beendet. Mit Petr Jiracek und Vaclav Pilar verabschiedeten sich die letzten VfL-Profis aus dem Turnier.
Portugal war für Jiracek und Co. im Viertelfinale einfach eine Nummer zu groß. Die Tschechen begannen gut, konnten in der zweiten Hälfte aber nichts mehr entgegensetzen und verloren verdient mit 0:1. „In der ersten Hälfte haben wir gut gespielt, aber nach der Pause hatten wir immer weniger Ballbesitz, wodurch es für uns immer schwieriger wurde“, analysierte Jiracek die Niederlage.
Er konnte in den zweiten 45 Minuten trotz aller Bemühungen der Partie ebenfalls keine andere Richtung mehr geben. Der tschechische Mittelfeldmotor war bemüht, musste seinem großen Laufpensum aber mehr und mehr Tribut zollen. Auch der zweite Spieler des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, Vaclav Pilar, kam nicht so zur Entfaltung wie noch in den Begegnungen zuvor. Der dribbelstarke Außenspieler blieb mit seinen Angriffsversuchen ein ums andere Mal an den gegnerischen Verteidigern hängen.
Auf der anderen Seite zeigte Portugals Cristiano Ronaldo einmal mehr seine Extraklasse. „Er ist großartig“, gab Jiracek zu. „Ich will ihn nicht mit Messi vergleichen. Beide sind ausgezeichnete Spieler, aber ganz verschiedene Typen“, so der Wolfsburger. Weil Tschechien ein Spieler wie Ronaldo fehlte, müssen Jiracek und Pilar nach dem Viertelfinale die Heimreise antreten. Trotzdem verlief gerade für die beiden Wolfsburger dieses Turnier sehr positiv. Mit jeweils zwei Toren gehörten sie zu den Besten bei Tschechien. „Die EM hat uns viel Erfahrung gegeben“, zog Jiracek trotz des Ausscheidens ein positives Fazit.
Er wird sich nun wie die anderen Wolfsburger EM-Fahrer in den Urlaub begeben. Drei Wochen nach Ende ihres letzten EM-Spiels erwartet VfL-Trainer Felix Magath seine Nationalspieler zurück im Training. Für Pilar und Jiracek bedeutet das, dass sie erst nach dem Trainingslager in Glücksburg zur Mannschaft stoßen werden. Und Jiracek glaubt nicht, dass er wegen seiner guten EM-Auftritte noch einen besonderen Bonus bei Magath hat. „Wir werden alle bei der gleichen Startlinie beginnen“, ist er sich sicher.

