„Pele“ Wollitz ein Thema beim VfL
Wolfsburg Vor 18 Jahren spielte Claus-Dieter Wollitz beim VfL. Jetzt könnte er als Trainer nach Wolfsburg zurückkehren.
Wird ein alter Bekannter der neue Trainer des VfL Wolfsburg? Claus-Dieter Wollitz, in der Saison 1994/95 für den damals zweitklassigen Fußball-Bundesligisten am Ball, soll ein Kandidat bei seinem ehemaligen Verein sein.
Derzeit trainiert „Pele“ Wollitz den VfL Osnabrück, ist Tabellenführer in der 3. Liga. Es ist bereits sein zweites Engagement bei den Lila-Weißen, mit denen er 2007 den Aufstieg in die 2. Liga schaffte. Seit Anfang 2012 ist der 47-Jährige wieder zurück in Osnabrück, seit dem Sommer zudem in Personalunion Trainer und Sportdirektor tätig.
Dennoch heißt es aus Wollitz‘ Umfeld, dass er trotz seines bis 2015 laufenden Vertrages an einen vorzeitigen Abschied denke. Grund dafür sollen die finanziellen Probleme des Vereins sein, die ihm vom alten Präsidium vor seiner Rückkehr verschwiegen worden sein sollen.
Rund neun Millionen Euro Schulden drücken den Traditionsverein. Erst vor wenigen Tagen verhinderte die Ausgliederung der Fußball-Profiabteilung in letzter Minute die Insolvenz, weil dieser Schritt die Voraussetzung dafür war, dass die Stadt dem Verein mit einem 3,6 Millionen-Euro-Darlehen aushalf. Beim VfL Wolfsburg müsste sich Wollitz um die Finanzen keine Sorgen machen. Nach Informationen unserer Zeitung soll sein Name im Aufsichtsrat bereits gefallen sein, er zum Trainer-Kandidatenkreis zählen.
Die Stelle besetzt derzeit Interimscoach Lorenz-Günther Kösnter. VfL-Manager Klaus Allofs schweigt derweil weiter dazu, wie es nach dem letzten Pflichtspiel des Jahres am Mittwoch in Wolfsburg weitergeht, wer beim Aufgalopp am 3. Januar auf der Trainerbank sitzen wird.
Köstner selbst revidierte derweil gestern seine Aussagen vom Samstag. Nach dem 0:2 gegen Frankfurt hatte er in der Pressekonferenz gesagt: „Wenn man jetzt der Meinung ist, dass es jetzt nicht mehr reicht, soll man mir das schnell sagen.“ Aussagen, die von vielen als Aufforderung an die VfL-Führung verstanden wurden, eine baldige Entscheidung in der Trainerfrage zu treffen.
„Ich habe nie etwas gefordert“, so Köstner. „Es ist geklärt, dass ich die Aufgabe hier übernommen habe und sie bis auf Weiteres mit voller Energie fortführe.“ Der 60-Jährige geht davon aus, dass er vorerst Interimstrainer der Profis bleibt: „Wenn eine andere Entscheidung getroffen wird, wird man mir das mitteilen.“


