Neuer VfL-Trainer Hecking: Guter Start ist wichtig
Wolfsburg Trainer Dieter Hecking soll neben Manager Klaus Allofs auf Dauer der neue Sympathieträger des VfL Wolfsburg werden.
Das frisch installierte
Führungsduo des finanzstarken Volkswagen-Clubs strebt nach
den Turbulenzen der Vergangenheit sportlichen Erfolg sowie Nachhaltigkeit und
Kontinuität an. „Die Länge des Trainer-Vertrages ist ein Hinweis, wie groß unser
Vertrauen in Dieter Hecking ist“, erklärte Allofs am Freitag bei der Vorstellung
des neuen VfL-Coaches. Hecking, bis vorige Woche noch Trainer beim 1. FC
Nürnberg, hatte zuvor einen Vertrag bis 2016 beim deutschen Meister von 2009
unterzeichnet.
„Es war für mich der richtige Zeitpunkt für diesen
Schritt“, erklärte Hecking zu seinem überraschenden Wechsel. „Ohne meine
Ausstiegsklausel wäre das nicht möglich gewesen.“ Mit seinen neuen Spielern hat
er noch nicht gesprochen. „Die werden mich schon kennenlernen“, erklärte der gut
gelaunte VfL-Coach. Er wohnt mit seiner Familie in Bad Nenndorf bei Hannover und
freute sich sichtlich über die Rückkehr nach Niedersachsen.
Der
Nachfolger von Felix Magath und Interimscoach Lorenz-Günther Köstner fliegt am
3. Januar mit dem Team ins Trainingslager nach Belek in die Türkei „Ein guter
Start im Heimspiel gegen Stuttgart wäre wichtig“, sagte Hecking mit Blick auf
den Rückrundenstart.
Sein Auftrag ist klar. „Wir wollen so schnell wie
möglich aus den Tabellenrängen unten verschwinden“, erklärte Allofs ohne Wenn
und Aber. Das macht die Aufgabe für Hecking nicht leichter. „Die Mannschaft muss
sich auf den dritten Trainer in dieser Saison einstellen. Das ist die
Schwierigkeit für mich“, erklärte der 48-jährige Coach. Er hatte nach den
gescheiterten Verhandlungen mit Bernd Schuster seine Chance genutzt, erstmals
bei einem Verein mit großem Etat arbeiten zu können.
„Ich hoffe, die
Aufgabe wird für ihn leichter. Ein Selbstläufer wird es aber nicht“, sagte
Allofs. Nach „Schleifer“ Magath und dem „Kumpeltyp“ Köstner will Hecking seine
eigene Note ins Spiel bringen. „Ich bevorzuge die goldene Mitte. Ich spreche
viel mit Spielern, kann aber auch harte Worte wählen“, erläuterte er seinen
Führungsstil, der sich bei seinen Stationen in Aachen, Hannover und Nürnberg
bewährt hat. „Ich verlasse Nürnberg mit einem weinenden Auge. Manager Bader hat
bis zuletzt versucht, mich mit einem neuen Vertrag und besseren Bezügen zu
halten“, berichtete Hecking.
In Wolfsburg muss er zunächst mit einem auf 35
Profis aufgeblähten Kader arbeiten - ein Nachlass aus der Magath-Zeit. Mehrere
Spieler wie der Portugiese Vierinha oder Innenverteidiger Marco Russ sollen den
Verein in der Winter-Transferperiode allerdings verlassen. Zu der zukünftigen
Kader-Ausrichtung hielt sich das VfL-Führungsduo bedeckt. Sieben Punkte trennen
den Tabellen-15. von den Abstiegsplätzen und von einem Europa-League-Rang. „Wir
sind nicht schlechter als die Teams mit 26 Punkten. Die Liga ist megaspannend“,
sagte Hecking.
dpa



