Naldo will mit dem VfL in die Champions League
Wolfsburg Die Hängepartie um Naldo hat für alle Seiten ein positives Ende gefunden. Der Brasilianer wurde offiziell als Neuzugang des VfL Wolfsburg vorgestellt.
Am Mittwoch hatte es zeitweise nicht nach einem Happy End für den 29-jährigen Innenverteidiger und den Fußball-Bundesligisten ausgesehen. Beim obligatorischen Medizin-Check hatte es aufgrund Naldos langer Verletzungshistorie Zweifel an der dauerhaften Einsatzfähigkeit des Abwehrspielers gegeben. Doch weitere Untersuchungen zerstreuten die Befürchtungen: Damit war Naldos Wechsel von Werder Bremen zum VfL perfekt. Der Brasilianer erhält bei den „Wölfen“ einen Vierjahres-Vertrag.
„Wir wollten den Transfer immer über die Bühne bringen. Da die Zeit am Mittwoch aber knapp war, hat unser Mannschaftsarzt nicht alle notwendigen Untersuchungen geschafft“, begründete VfL-Trainer Felix Magath die Verzögerung des Transfers. Eigentlich hatte er Naldo bereits 24 Stunden vorher als siebten Neuzugang dieser Saison präsentieren wollen. Doch dann kam der Medizin-Check. Trotz der zwischenzeitlichen Misstöne ist Magath überzeugt, dass er mit Naldo einen voll einsatzfähigen und erstklassigen Mann verpflichtet hat. „Mit den Funktionstests waren wir sehr zufrieden, deshalb habe ich auch alle Verträge unterschrieben. Ich bin glücklich, dass wir so einen außergewöhnlich guten Innenverteidiger für den VfL gewinnen konnten“, sagte Magath. Er sieht vor allem in Naldos Torgefährlichkeit bei Standards ein großes Plus. „Das hat uns bisher gefehlt“, so der Trainer.
Auch Naldo meint, dass die Verwirrung um seinen Wechsel sich bald legt. „Ich glaube die Aufregung war etwas übertrieben. Ich weiß, dass mein Knie okay ist. Bei Bremen habe ich zwei Wochen trainiert und nichts gespürt“, geht der Brasilianer zuversichtlich an die neue Aufgabe.
Erste Einheit im Wald
Bereits am Vormittag absolvierte er die erste Einheit mit seiner neuen Mannschaft. Bei einem Waldlauf und einigen Übungen mit Medizinbällen bekam er die Trainingsmethoden Magaths das erste Mal zu spüren. „Das Training war super. Es war schwer, aber das ist wichtig für die ganze Saison“, so der Abwehrspieler, der in der Viererkette des VfL zukünftig die Chefrolle übernehmen soll.
Mit seinem neuen Klub hat er hohe Ziele, nachdem er in den vergangenen beiden Jahren mit Werder nicht über Mittelmaß hinausgekommen ist. „Ich hatte in Bremen sieben tolle Jahre, aber mein Ziel ist die Champions League. Deshalb passt der VfL zu mir. Die Mannschaft ist sehr gut. Ich hoffe, wir schaffen das“, begründete Naldo seinen Wechsel.
Natürlich hat er sich vor seiner Entscheidung über seinen neuen Klub informiert. „Ich habe mit Josué gesprochen. Er hat mir gesagt, dass der VfL eine gute Mannschaft hat und in die Champions League will“, sagt Naldo. Mit einem anderen Landsmann wird er sich in den nächsten Tagen vielleicht noch etwas mehr austauschen. Naldo spielte in Bremen drei Jahre mit Diego zusammen. Ob es beim VfL zu einer erfolgreichen Fortsetzung kommt, ist aber fraglich. „Ich würde mich freuen, wenn Diego bleibt. Er ist ein guter Spieler.“ Diesen Wunsch wird Magath seinem neuen Mann aber wahrscheinlich nicht erfüllen.

