Naldo denkt gerne an die Werder-Zeit zurück
Wolfsburg Ein Spiel wie jedes andere wird es nicht für Naldo, wenn Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg am Samstag in der VW-Arena den SV Werder Bremen empfängt.
Sieben Jahre spielte der Brasilianer an der Weser, ehe er im Sommer zum VfL wechselte. Jetzt kommt es zum ersten Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein. „Das ist schon ein komisches Gefühl“, sagt er.
173 Ligaspiele absolvierte der 30-Jährige ab 2005 für Werder, erzielte dabei 22 Treffer, wurde zwei Mal Vize-Meister und konnte 2009 den Gewinn des DFB-Pokals feiern. „Es waren sieben tolle Jahre in Bremen mit vielen tollen Spielen“, blickt er gerne zurück. Neben den Partien im Europapokal und dem erfolgreichen Pokalfinale gegen Bayer Leverkusen fällt ihm sofort das Halbfinale gegen den Hamburger SV ein. „Da hat Tim Wiese drei Elfmeter gehalten.“
Kein Wunder, dass Naldo bei seiner Werder-Vergangenheit vor dem Spiel gegen Bremen ein gefragter Gesprächspartner der Medien ist. Und auch selbst muss er in diesen Tagen immer wieder an die Zeit an der Weser denken. „Ich habe schon viel mit meiner Frau über das Spiel gesprochen“, sagt er. „Sie hat mir auch gesagt, dass es ein besonderes Spiel ist. Aber nicht nur für mich, sondern auch für Klaus Allofs.“
Mit dem neuen VfL-Manager und Diego bildet Naldo mittlerweile eine kleine Werder-Zweigstelle beim VfL. Beim Mittelfeldass hat er sich schon erkundigt, wie es ist, gegen den Ex-Verein anzutreten. „Auch Diego hat mir gesagt, dass das erste Spiel gegen Werder nicht einfach für ihn war.“ Dennoch wird am Samstag für 90 Minuten die alte Liebe ruhen. „Da zählt nur der VfL“, verspricht er. „Die Zeit in Bremen war schön. Aber jetzt läuft es in Wolfsburg gut, und wir brauchen die drei Punkte.“
Mit seinen ehemaligen Kollegen Aaron Hunt, Clemens Fritz und Marko Arnautovic telefoniert er zwar weiter regelmäßig, Geschenke wird er am Samstag aber nicht verteilen. „Arnautovic meinte ’Pass auf, wir müssen in Wolfsburg gewinnen.‘ Aber ich habe ihm gesagt, dass er das vergessen kann.“
Angst, dass die gut 4000 mitreisenden Werder-Fans ihn mit Pfiffen empfangen werden, hat Naldo nicht. „Ich habe in Bremen immer versucht, alles zu geben. Es ist nun einmal so im Fußball, dass man einen Verein auch mal verlässt.“
